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«Vielleicht schaffe ich es ins Stadion in Tampa»

Lars Nay gehört neben Daniela Milanese und Jann Billeter zum Moderations-Team bei MySports. Der 32-Jährige ist nicht nur im TV-Studio aktiv. Er fühlt sich auch als Stadionreporter wohl. Und jetzt, da das Eis abgetaut ist, hat Lars Zeit zu reisen. Jedoch nicht, ohne an Eishockey zu denken.

January 1, 1970 . Lesedauer: 4 Min.

MySports: Lars, man kennt dich vor allem als Eishockeymoderator bei MySports. Die National League hat derzeit Sommerpause. Du auch?

Lars: Natürlich ist es derzeit etwas ruhiger als während der Saison. Live-Studiosendungen finden derzeit keine statt bei uns. Aber von Sommerpause oder Beine hochlagern kann keine Rede sein. Wie die Deutsche Fussball-Trainer-Legende Sepp Herberger schon sagte: «Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. »

Welche Projekte und Arbeiten stehen bei dir derzeit zuoberst auf der Agenda?

Aktuell läuft die Finalserie der NHL. Dieses Projekt darf ich betreuen. Da geht es darum, die Spielpläne zu koordinieren und Entscheidungen zu treffen, wie wir inhaltlich diese Finalserie abdecken. Dann läuft auch die Planung für die anstehende U20-WM auf Hochtouren. Das Turnier, das ja üblicherweise im Dezember und Januar stattfindet, wurde aufgrund der Pandemie in den August verschoben. Wir werden also sogar im Hochsommer Eishockey auf unserem Sender haben. Nicht irgendein Vorbereitungsturnier, nein, die besten Junioren der Welt. Und die Schweizer Nati ist natürlich auch am Start. Dann stecken wir auch schon in der Planung für die neue Saison. Wir formatieren die Sendungen und koordinieren so viel wie bereits möglich ist. Auch in Bezug auf den Spielplan, der vor wenigen Tagen bekannt geworden ist. Das sind einige, aber nicht alle Arbeiten, die während des Sommers 2022 anstehen.

Aber ein paar Tage oder Wochen Ferien sollten dann schon noch drin liegen, oder? Wo zieht es dich hin?

Ich bin mit meiner Freundin während zwei Wochen auf einem gemütlichen Road Trip durch Florida. Wie es der Zufall will, findet zu dieser Zeit das Stanley Cup Finale statt. Wer weiss, vielleicht schaffe ich es sogar ins Stadion in Tampa. Ansonsten verbringe ich immer viel Zeit in den Bergen und in meiner Heimat Graubünden, wo es sowieso am schönsten ist.

Die kommende Saison wird für MySports und auch Sunrise ein Meilenstein. Erstmals besitzt MySports das komplette Rechtepaket. Was heisst das genau?

Das heisst nichts weniger als dass wir ein noch grösseres Schaufenster bekommen als in den letzten fünf Jahren. Durch die Zusammenarbeit mit CH Media (TV24) in der Deutschschweiz, Léman Bleu in der Romandie und Tele Ticino im Tessin haben wir starke Partner gefunden, die unser Studio in die ganze Schweiz hinaustragen werden. Dazu kommt das Medienhaus Ringier, dass vor allem mit dem «Blick» und «Blick TV» unsere Reichweite und unsere Präsenz auf dem Markt stärken wird.

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MySports

Der Sportsender MySports wurde im September 2017 nach der erstmaligen Gewinnung der TV-Rechte für die National League, die höchste Eishockey-Liga der Schweiz, aus der Taufe gehoben. Inzwischen hat er sich als Home of Hockey in der Szene etabliert. Seit dem offiziellen Zusammenschluss von Sunrise und UPC im Jahr 2021 gehört der Sender mit den beiden Studiostandorten Erlenbach (ZH) und Rossens (FR) als eigenständiger Brand zur Sunrise GmbH. Da die Eishockeyrechte bis mindestens 2027 bei MySports verbleiben werden, startet das Team im September bereits in die sechste National League-Saison. Frech, frisch, innovativ und doch hochgradig kompetent; mit diesen Eigenschaften konnte MySports in den letzten fünf Jahren die Fans überzeugen und hat dabei den TV-Sport in der Schweiz ganz schön umgekrempelt.

Für MySports-Abonnentinnen und Abonnenten gibt es alle Spiele der National League live zu sehen. Wie sieht die Abdeckung im Free-TV aus?

Immer dienstags wird ein Spiel pro Runde live auf «Blick TV» im Stream zu sehen sein. Dazu kommt als Highlight und absolute Neuerung das «Game of the Week» hinzu. Immer sonntags um 20 Uhr rücken wir ein Spiel in den Fokus. Diese Partie wird immer im Free-TV zu sehen sein. Unser Partner CH Media wird die Partie auf dem Sender TV24 ausstrahlen. Wir senden jeweils live aus dem Stadion. Mit zahlreichen Gästen, Experten und viel Entertainment. Wer also ab September am Sonntagabend genug hat vom Tatort, der kann dann genüsslich den besten Sport der Welt bei uns mitverfolgen.

 

Du bist seit Beginn von MySports im Team mit dabei. Was hat sich aus deiner Sicht in den letzten fünf Jahren verändert?

MySports ist auf eine gewisse Art und Weise erwachsen geworden. Das Team ist über die Jahre extrem an der grossen Aufgabe gewachsen und hat sich stets weiterentwickelt. Wir mussten uns erst in der Eishockey-Community beweisen. Dank viel Herzblut konnten wir uns einen Namen machen und haben allen gezeigt, dass wir an erster Linie an das Produkt denken. Jetzt gehen wir in die sechste Saison und sind zwar älter geworden, haben aber einen gewissen jugendlichen Leichtsinn – welchen es in der Medienbranche braucht – nicht verloren.

TV-Moderator wird man ja nicht einfach aus einer Laune heraus. Wie hast du zu den Medien gefunden und wie wurde dein Talent als Moderator entdeckt?

Eigentlich war es tatsächlich aus einer Laune heraus. Ich hatte nach meiner kaufmännischen Ausbildung keinen wirklichen Plan, was als nächstes kommen soll. Zufällig fand ich eine Stellenausschreibung des Regionalsenders Tele Südostschweiz, welche einen Praktikanten für Videojournalismus suchte. Ich hatte kaum eine Vorstellung davon, was dieser Job genau beinhaltet, war nach einem Schnuppertag aber komplett angetan. Nach einem kurzen Gespräch bekam ich die Stelle, absolvierte das Praktikum und bekam danach eine Festanstellung. Bei der Südostschweiz arbeitete ich während sechs Jahren, wurde Moderator und kümmerte mich vor allem um die Sportberichterstattung. 2017, als MySports entstand, kam eine Anfrage aus Zürich und ich konnte ihr natürlich nicht wiederstehen – auch wenn ich mir in jungen Jahren niemals vorstellen konnte, meinen geliebten Heimatkanton zu verlassen.