Mobilfunk und Umwelt

Sunrise baut und betreibt mit ihrem Mobilfunknetz eine moderne, leistungsfähige Infrastruktur, welche die Digitalisierung der Schweiz zum Wohle der Gesellschaft und Wirtschaft massgeblich voranbringt. Als verantwortungsbewusstes Unternehmen setzt sich Sunrise dabei auch mit den Auswirkungen des Mobilfunks auf die Umwelt auseinander und unterstützt die Forschung.

Die Schweizer Bevölkerung nutzt mobile Geräte und Dienste intensiv. Unsere Kunden erwarten, dass sie ihre Geräte überall nutzen können. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, baut Sunrise ihr Mobilfunknetz laufend aus.

Vordergründig mag es mancherorts erscheinen, dass ein Netzausbau aufgrund bereits bestehender Abdeckung nicht nötig ist. Weil sich aber der Datenverkehr (mobiles Internet, Apps, usw.) auf dem Mobilfunknetz ca. alle 12 bis 17 Monate verdoppelt, braucht es zusätzliche Antennen, um die Kapazität zu erhöhen, d.h. damit es auf der mobilen Datenautobahn keinen Stau gibt. Sunrise hat ein überragendes Mobilfunknetz und setzt auch weiterhin alles daran, den Kunden das beste Netz zu bieten.

Damit Mobilfunkverbindungen genutzt werden können, müssen die Antennen dort stehen, wo sich die Nutzer der mobilen Geräte aufhalten, insbesondere in Wohn- und Geschäftszonen. Je näher sich zudem die Mobilfunkanlagen bei den Handybenutzern befinden, je besser ist der Empfang und umso weniger müssen die Handys strahlen. Bei der Standortwahl werden viele Faktoren (Umwelt-, Bauvorschriften, Ortsbild, Landschaftsschutz, Zonenplanung, usw.) ebenso wie die Netzplanung und Integration ins bestehende Netz sorgfältig geprüft. Selbstverständlich versuchen wir dabei, allen Interessen so weit als möglich Rechnung zu tragen.

Mobilfunkverbindungen werden über elektromagnetische Felder (nichtionsierende Strahlung) hergestellt. Der Bericht des Bundesrates „Zukunftstaugliche Mobilfunknetze“ vom 25. Februar 2015 hält fest: „Der einzige für den Menschen schädliche Effekt von hochfrequenter Strahlung, der wissenschaftlich zweifelsfrei nachgewiesen ist, ist die Erwärmung des Körpergewebes infolge der Absorption der Strahlung. Um die Bevölkerung davor zu schützen, hat der Bundesrat die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) erlassen. Darin werden die Grenzwerte definiert, welche die gesamte Umwelt (auch Mensch und Tier) vor allen wissenschaftlich bekannten Gesundheitsauswirkungen schützen. Die sogenannten „Anlagegrenzwerte“ legen dabei fest, wie viel Strahlung an einem Ort maximal vorhanden sein darf. Diese speziellen Schweizer Grenzwerte sind zehnfach strenger, als die Grenzwerte in den meisten anderen Ländern und müssen überall eingehalten sein, wo sich Menschen längere Zeit aufhalten können, z.B. in Wohnungen, Schulen, Spitälern, Büros usw. Trotzdem wird immer wieder behauptet, die Strahlung von Mobilfunkantennen sei gesundheitsschädigend oder gar krebserregend. Tatsache ist, dass elektromagnetische Felder zu den besterforschten Themen gehört, und die Forschung hat bislang keine gesundheitsschädigenden Wirkungen nachgewiesen.

Die Frequenzen, die Sunrise heute für 5G nutzt, waren zuvor jahrelang für Radio- und TV in Betrieb. Die behauptete biologische Wirkung der Strahlung hängt von deren Stärke und Frequenz ab, nicht davon ob Radio- bzw. TV oder welche Mobilfunkgeneration 3G, 4G oder 5G damit übertragen wird. 5G, wie es heute und in den kommenden Jahren eingesetzt wird, baut auf 4G auf, d.h. 4G und 5G sind heute vergleichbar. 5G sendet mit ähnlichen Signalen und mit ähnlichen Frequenzen. Auch die Sendeleistungen sind vergleichbar. 5G wird im Gegensatz zu 4G aber nicht mehr ganze Sektoren „ausleuchten“, sondern den Benutzern und Geräten gezielt – wie ein gebündeltes Taschenlampenlicht folgen.

Im Zusammenhang mit 5G ist häufig auch von den Millimeterwellen (Microwaves) die Rede. Diese sind in der Schweiz nicht in Betrieb und wurden vom Bund auch noch nicht zur 5G-Nutzung freigegeben. Ob, wann und in welchen Frequenzbändern das der Fall sein könnte, ist von der Eidgenössischen Kommunikationskommission ComCom/vom Bundesamt für Kommunikation BAKOM zu beantworten. Es gibt auch in diesem Bereich bereits einige Studien und gemäss den Experten (zum Beispiel Forschungsstiftung Strom und Mobilkommunikation) gibt es auch hier keine Alarmsignale. Es wird hier leider wieder einmal mit den Ängsten der Bevölkerung gespielt.

Im Zusammenhang mit der Einführung von 5G hielt die Eidgenössische Kommunikationskommission ComCom fest: „Zum einen lassen sich damit Kapazitätsengpässe in den heutigen 4G-Mobilfunknetzen beheben. Zum andern handelt es sich um wichtige Frequenzen für die künftige Mobilfunktechnologie 5G. Für die Digitalisierung und Innovation in der Schweiz ist die rechtzeitige Einführung von 5G von grosser Bedeutung. Damit die Frequenzen optimal genutzt werden können, müssen jedoch auch die sehr strengen Strahlungsgrenzwerte für Mobilfunk (NISV) angepasst werden.“ 

Die neuen Mobilfunkfrequenzen wurden im Rahmen einer Auktion im Januar/Februar 2019 durch die ComCom vergeben. Die ComCom hielt fest: „Die Frequenzvergabe ist damit von zentraler Bedeutung für die Digitalisierung der Schweiz und erfolgt im Einklang mit der bundesrätlichen Strategie „Digitale Schweiz“. Neben leistungsfähiger Mobilkommunikation wird 5G in Zukunft viele neue Anwendungen ermöglichen, etwa im Internet der Dinge (IoT), für medizinische Anwendungen (eHealth), bei bildverarbeitenden Anwendungen (Virtual Reality, Augmented Reality) oder für selbstfahrende Fahrzeuge.“

Auch wenn wissenschaftlich nicht alles restlos geklärt ist, bieten nach Meinung der Weltgesundheitsbehörde WHO, der internationalen Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) als auch des Bundesamts für Umwelt (BAFU) die bestehenden Grenzwerte und Richtlinien ausreichend Schutz für Mensch, Tier und Umwelt.

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