Kommunikationsverhalten von Generationen
Was die neue Generation von einem Arbeitgeber erwartet



Der demographische Wandel macht sich bemerkbar. Fachkräfte werden rar. Im Kampf um die guten Köpfe sind neue Strategien gefragt. Die Generation Y gibt wenig auf hohe Gehälter, Überfliegerkarriere, Geschäftswagen oder hippe Freizeitangebote. Dafür legen die Jungen viel Wert auf ausreichend Zeit mit Freunden und Familie. Sie will nicht nur arbeiten, sondern auch leben – und das am liebsten flexibel organsiert, mithilfe modernster Kommunikationstools, die die Kollaboration insgesamt mobiler machen.


Mit dem Eintritt der Generation Y in die Arbeitswelt, haben sich auch die Ansprüche an den Arbeitgeber verändert. Obwohl immer noch wichtig, ist das Gehalt heute nur noch ein Teilaspekt der vielen Faktoren, die im Endeffekt darüber entscheiden, ob ein Unternehmen für junge Talente attraktiv ist, oder nicht. Die Digital Natives nehmen potenzielle Arbeitgeber noch genauer unter die Lupe und Millennials, die mit ihrer Arbeit bzw. den  Arbeitsbedingungen nicht zufrieden sind, sind im Gegensatz zu früheren Generationen eher bereit, sich einen neuen Job zu suchen. Deshalb gilt, im „War of Talents“ geht es nicht nur darum, Fachkräfte zu gewinnen, sondern sie auch auf Dauer zu halten, etwa mit Arbeitsmodellen, die für junge Fachkräfte attraktiv sind.

Zur Definition

Zur Generation Y werden Menschen gezählt, die im Zeitraum von etwa 1980 bis 2000 geboren wurde – also heute zwischen 18 und 38 Jahren alt sind. Der Begriff Generation Y tauchte 1993 zum ersten Mal in der Marketingzeitschrift Advertising Age auf.

Je nach Quelle wird diese Generation auch als Millennials bezeichnet.

Zur Generation Z werden junge Menschen gezählt, die von etwa 1995 bis 2010 zur Welt kamen. Andere Klassifikationen fassen die Jahrgänge 2000 bis 2015 hierfür zusammen. Was sie vereint: Sie sind mit digitalen Technologien von klein auf aufgewachsen und werden deshalb Digital Natives genannt – im Gegensatz zur Generation Y, die erst im Jugendalter digital sozialisiert wurde und oft auch als Digital Immigrants bezeichnet werden.


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Die größten Anforderungen auf einen Blick

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    Studien belegen es: Der klassische Arbeitsplatz mit ständiger Büropräsenz und starren im Home-Office stehen bei immer mehr Bewerbern und Kandidaten hoch im Kurs. Insbesondere die ganz Jungen legen zunehmend Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance. Den Wettbewerb um Top-Talente frisch von der Uni entscheiden häufig die Unternehmen für sich, die ihren Mitarbeitern mehr Freiräume bieten.
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    In der Studie „Millennials im Karriere-Marathon: So gewinnen Unternehmen weltweit die bald größte Generation“ hält beispielsweise die Manpower Group fest, dass 79 Prozent der Generation Y flexible Arbeitszeiten für sehr wichtig erachtet. In einer Umfrage des amerikanischen Fortune-Rankings gaben 76 Prozent an, Arbeitgeber zu schätzen, bei denen die Arbeitszeit frei gewählt werden kann, 82 Prozent gaben mobile Arbeitsplätze als entscheidendes Bewertungskriterium an.
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    Obeya ist japanisch und heisst grosser Raum. Im Kern ist Obeya ein so genanntes Lean-Management-Tool. Der Begriff steht für schlankes Management und umfasst Prinzipien und Methoden, um Prozesse grundsätzlich zu beschleunigen. In einem Obeya können beispielsweise alle beteiligten Personen in einem „grossen Raum“ zusammen kommen, schneller Absprachen treffen und Entscheidung fällen – unabhängig von Hierarchien und Abteilungsgrenzen.
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    88 Prozent nutzen das Smartphone für Messenger-Dienste und 84 Prozent der Generation Z können sich einen Alltag ohne WhatsApp nicht vorstellen. Bei 51 Prozent ist der Messenger-Dienst das erste, was noch beim Aufstehen geöffnet wird. Während Facebook bei den 21- bis 34-Jährigen nach wie vor das meistgenutzte Soziale Netzwerk ist, verliert es bei den 14- bis 20-Jährigen immer mehr an Bedeutung. Diese nutzen die Facebook-Tochter Instagram inzwischen mehr als Facebook selbst. Snapchat ist dagegen ein reines Medium für die Generation Z. Für Millennials ist die App kaum relevant.

    Anders als für ältere Kollegen gibt es also keine Hemmschwelle gegenüber innovativen Kommunikations- und Kollaborationstechnologien. Im Gegenteil, das deutsche Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO hälft fest: Die Digital Natives zeigen gerne Präsenz im virtuellen Raum. Auch die Arbeit in selbstorganisierten Teams findet viel Zuspruch.

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    Aber Achtung: Laut einer embrace-Studie erwarten 95 Prozent der künftigen Fachkräfte, dass das Unternehmen genug Zeit für Familie und private Aktivitäten einräumt.
    82 Prozent fordern gar, dass sich das Arbeitsumfeld an die eigene, private Situation optimal anpasst und 71 Prozent möchten Privates und Berufliches komplett voneinander trennen, also nach Feierabend keinerlei Kontakt mehr zu Vorgesetzten und Kollegen haben. Verfügbarkeit auf Abruf wird also immer unbeliebter, genauso wie Hierarchien und eine Kommunikation von oben herab. Für die Generation Y gilt also: Der Trend geht zur strikten Trennung von beruflichen und privaten mobilen Endgeräten – was durchaus im Sinne neuer Datenschutzverordnungen ist (Link zu Datenschutzartikel).
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    Sunrise ist Experte für kollaborativen Work-Smart-Lösungen im Geschäftsumfeld. Sie vereinen den Komfort und die Nutzerfreundlichkeit von Consumer-Anwendungen wie WhatsApp, sind aber massgeschneiderte Business-Lösungen für Unternehmen, die ihren Mitarbeitern mehr Mobilität geben wollen. Sie vereinen Funktionen wie Instant-Messaging, Video-Conferencing, Desktop-Sharing, Team-Koordination oder das Teilen von Dokumenten in einer Anwendung. So kann die neue Generation an Fachkräften mit den Tools weiterarbeiten, die sie aus ihrem Alltag kennt, ohne das Bedürfnis nach Privatheit zu kompromittieren.
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