Melanie: im Einsatz für MTV Mobile

Melanie ist Video-Journalistin beim Youniverse Channel. Mit Sunrise redet sie über Ghostwriting, Hass-Kommentare und seriöse Beiträge.

Melanie vom Youniverse Channel by MTV Mobile
Melanie, Video-Journalistin beim Youniverse Channel, im Einsatz für MTV Mobile

Melanie ist 23 und studiert Design Management in Luzern. Ihr gefällt die Kombination aus Business und Design: das strategische Denken und das kreative Arbeiten.

Bevor sie beim Youniverse Channel anheuerte, hatte sie bereits zwei Jahre für eine Social Media Agentur gearbeitet. Neben dem Studium realisiert sie freischaffend Videoprojekte. Von Filmen über Moderation bis Schnitt hat sie sich alles selbst beigebracht.

Mit Sunrise redet Melanie über Ghostwriting, Hass-Kommentare und seriöse Beiträge.

Was fasziniert dich an der Arbeit als Video-Journalistin?

Mich fasziniert es, den Moment aufzunehmen. Wenn du ein Buch schreibst, kannst du es im Nachhinein umschreiben. Wenn du aber ein Video drehst oder ein Interview aufnimmst, kannst du später nicht mehr viel daran ändern.

Ausserdem begeistert mich die Projekt-Arbeit. Du machst etwas und siehst unmittelbar danach ein Resultat.

Da ich zusätzlich die Redaktion des Youniverse Channels leite, bin ich das Bindeglied zwischen den Kreativen und den Coaches. Somit kann ich die Theorie, die ich im Studium lerne, direkt in der Praxis anwenden und umsetzen. Der Youniverse Channel ist für mich darum ein cooler Einstieg in die Branche, in der ich auch meine Zukunft sehe.

Mich fasziniert es den Moment aufzunehmen.

Der Youniverse Channel richtet sich an Studenten. Was interessiert denn heutzutage Studenten und junge Erwachsene?

Sie interessieren sich für aktuelle, gut recherchierte Themen. Ebenso für lustiges und Witze. Es braucht einen Mix aus beidem. Bei uns im Team hat mittlerweile jeder seinen Platz gefunden. Einige wollen humorvolle Beiträge machen, andere seriöse. Ich mache beides sehr gerne. 

Denkst du, dass seriöse Inhalte geschätzt werden?

Ich glaube schon. Man muss einfach aufpassen, dass die Beiträge nicht zu lang werden. Der Ghostwriting-Beitrag dauert z.B. 11 Minuten. Nachträglich, muss ich sagen: der war zu lang. Mit kürzeren Beiträgen können wir wahrscheinlich mehr Leute erreichen.

Aber es ist ein Prozess. Wir alle sind noch keine Profis. Doch durch die Unterstützung der Coaches und gegenseitigem Feedbackkönnen wir uns ständig verbessern und werden von Beitrag zu Beitrag besser.

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Ghostwriting: Kriminell oder Kavaliersdelikt?

Du hast den Beitrag über Ghostwriting angesprochen. Wie war es, den Geschäftsführer einer Ghostwriting-Agentur zu interviewen?

Er war, sagen wir, mediengeil. Seine Agentur versucht alles, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Da kam ihm unser Studenten-Channel gerade recht, denn das ist ja genau seine Zielgruppe. Viele Studenten wussten bisher nicht, dass eine solche Dienstleistung in der Schweiz überhaupt existiert. Mit diesem Beitrag habe ich den Studenten jetzt eine direkte Kontaktperson geliefert (lacht).

In der Kommentarspalte dieses Videos finden sich Posts wie „ihr seid scheisse!!“ Wie gehst du mit solchen Kommentaren um?

Ich lese diese Hasskommentare - dann überlege ich mir: Wer schreibt so etwas? Was steckt da für ein Mensch dahinter? Wie sind diese Menschen im Alltag? Wie frustriert müssen die sein?

Manchmal sitze ich auch im Bus oder im Zug und eine Person fällt mir negativ auf. Dann frage ich mich: Könnte das jetzt so eine Person sein? (lacht). Im Grunde genommen tun mir diese Menschen aber echt Leid. Ich meine, wie verzweifelt und deprimiert muss man sein um seinen ganzen Hass anonym auf Social-Media-Plattformen abzulassen? Ich hoffe es geht ihnen danach immerhin besser (lacht).