Wireless Charging: Wie sie ihr Handy in Zukunft laden werden

Weltweit nutzen 280 Millionen Menschen ihr Smartphone mehr als 60-mal pro Tag. Das entspricht einer Steigerung von 60 Prozent gegenüber 2014. Dieser Entwicklung hinkt die Kapazität der Akkus hinterher. Dank neuer Technologien könnten leere Akkus jedoch bald der Vergangenheit angehören.

Akkulaufzeit Tech Handys Geräte
Innovation rund um die Stromversorgung mobiler Geräte

Laser, Ultraschall, Energy Harvesting und Funkwellen. Damit können Smartphones den Strom buchstäblich aus der Luft greifen. Was lange Zeit nur in Science-Fiction-Filmen möglich war, wird bald Wirklichkeit sein. Forschungsteams und Startups sehen sich indes noch mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Sunrise stellt die 5 grössten Technologie-Trends im Bereich Wireless Charging vor.

Wi-Charge: Alles Laser

Wi-Charge ist das bekannteste Startup, das Smartphones per Laser aufladen will. Laser können Energie effizient auf grössere Distanzen übertragen. Sie funktionieren hingegen nur wenn zwischen Sender und Empfänger Sichtverbindung besteht. Es bestehen trotz allem noch gesundheitliche Bedenken. Wi-Charge ist aber, nach eigenen Angaben, auf einem guten Weg diese Hürden zu bewältigen.

uBeam: Ultraschall

Ultraschall ist nach wissenschaftlicher Auffassung eigentlich wenig geeignet um Energie zu übertragen, da die Wellen von jeglichen Oberflächen absorbiert werden. Zudem können sie bei hoher Konzentration die Gesundheit gefährden. Nichtsdestotrotz experimentiert das Startup uBeam damit, die Wellen zu bündeln und so Reichweite und Effizienz zu erhöhen. Wie genau sie das erreichen wollen, halten sie aber noch unter Verschluss.

Nikola Labs: Eine Solarzelle fürs Handy

Die effiziente Übertragung von Energie ohne Kabel ist für die Menschheit von immenser Bedeutung.

Nikola Tesla, u.a. Erfinder der induktiven Energieübertragung

Das Startup Nikola Labs hat eine Hülle für Smartphones entwickelt, welche die Akkulaufzeit um ein Drittel erhöht. Ein modernes Handy sendet rund um die Uhr Daten per Wifi und 4G. Nur ein Bruchteil der Funksignale erreicht auch wirklich den Empfänger, sprich den WLAN-Router oder die Mobilfunkantenne.

Das Smartphone-Case macht sich dies zunutze und fängt einen Teil der überschüssigen Signale ab, die es dann ähnlich wie Solarzellen bei Licht in Strom verwandelt. Da keine zusätzliche Strahlung entsteht, ist die Technologie unbedenklich.

Das sogenannte Energy Harvesting kann in dieser Ausführung aber nur ein Teil der Lösung sein, da es die Laufzeit des Akkus nur verlängert und ihn nicht zusätzlich auflädt. Eine Crowdfunding-Kampagne Mitte des Jahres misslang. Unbeirrt davon will Nikola Labs die Hüllen lancieren und in Zukunft weitere drahtlose Ladesysteme entwickeln.

Energous : Energie per Funksignal

Ein vergleichbares Konzept verfolgt das Unternehmen Energous mit WattUp. Ein Sender versorgt kompatible Geräte innerhalb eines Radius von 4.5 Metern drahtlos mit Energie. Bis zu vier kompatible Geräte können so gleichzeitig geladen werden.

Und das funktioniert so: Das Gerät teilt dem Sender mit, dass es geladen werden muss. Dieser sendet dann Funksignale, die das Gerät wiederum in Strom umwandelt. Je näher Sender und Gerät beieinander sind, desto schneller wird geladen. Gemäss Energous ist die Technologie komplett ungefährlich.

Nach eigenen Angaben haben sie bereits 100 Partner mit ins Boot geholt. Die Liste liest sich, laut CEO Stephen Rizzone, wie ein Who-is-Who der Konsumgüter-Branche. Der WattUp-Empfänger erscheint voraussichtlich 2017 als Hülle für mobile Geräte, wird später aber direkt integriert werden können.

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