All IP Technologie

Was steckt hinter der IP Technologie?

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Die konventionelle Festnetztelefonie wird je länger, desto mehr von der IP-Telefonie (VoIP) abgelöst. Deshalb hat die Swisscom entschieden, die traditionelle ISDN/TDM-Telefonie per 31.12.2017 abzuschalten. Dies bedeutet für Sie, dass alle Kommunikationsdienste in Zukunft ausschliesslich über das IP-Netz geführt werden.

Wir beantworten hier die wichtigsten Fragen zur IP Technologie und deren Einsatz:

  • IP ist die Abkürzung für «Internet Protocol». Es ist eine technische Vereinbarung für den Datenaustausch im Internet. Die Verbindung zwischen den Gesprächsteilnehmern ist dabei nur noch an den Endpunkten, das heisst vom Kunden bis zum ersten Vermittlungspunkt des Anbieters, als feste, physikalische Anschlussleitung aufgebaut. Die Verbindung zwischen den Vermittlungsstellen der Anbieter ist dagegen nicht mehr fest aufgebaut. Die Daten werden innerhalb des Netzes über den am besten verfügbaren Weg übertragen. Damit die Daten am Ende wieder zusammenfinden, werden Regeln wie z. B. das «Internet Protocol» benötigt. Das IP selbst umfasst wiederum rund 500 verschiedene Netzwerkprotokolle. Häufig spricht man auch von TCP/IP-Protokollen. Sie bilden das Fundament der Netzkommunikation.
  • Nein. Die Netze von Sunrise sind nicht gleichzusetzen mit dem öffentlichen Internet. Es sind private Datennetze, die öffentlich nicht zugänglich sind.
  • Ganz einfach ausgedrückt: Das Gesprochene wird laufend in Datenpakete verpackt. Das Internetprotokoll versieht diese Datenpakete mit «Zustellanweisungen» und schickt sie über die Anschlussleitung hinaus ins Netzwerk. Dort sucht ein Paket sich selbständig seinen Weg zum Empfänger (Server) – stets auf der besten Route. Dadurch wird die Datenübertragung via IP viel zuverlässiger als die herkömmliche, an eine feste Verbindung gebundene Übermittlung. Fällt ein Datenweg zum Ziel aus – was aus vielen technischen Gründen geschehen kann –, sucht sich das Paket automatisch eine andere Route durch das Netz.
  • Nichts. Die Technologie ist schon mehr als 30 Jahre alt. Sie ist heute ausgereift. Sunrise überträgt bereits seit Jahren Sprache ausschliesslich über private Datennetze, das heisst über IP. Die meisten der in den vergangenen Jahren neu aufgeschalteten Sprachanschlüsse nutzen bereits diese Technologie. Nur alte Services, die auf Swisscom-Anschlüssen basieren, müssen umgeschaltet werden. Die heute genutzte technische Infrastruktur (Verkabelung, Router usw.) bietet Ihnen eine dem bisherigen Festnetz vergleichbare oder sogar noch bessere Sprachqualität.
  • Wörtlich «Stimme (Voice) über IP». Also ganz einfach das Telefonieren per Internetprotokoll, kurz VoIP. Sprachübertragungen erfolgen nach Abschaltung des traditionellen Festnetzes durch die Swisscom innerhalb der Schweiz nur noch per VoIP.
  • Das ist das technische Kürzel für die alte Generation des Festnetzes: Time-Division Multiplexing bezeichnet das Verfahren, wie mehrere direkte Verbindungen oder Leitungen zwischen zwei Teilnehmern permanent offen gehalten werden. Auf diese Weise können mehrere Gespräche gleichzeitig geführt werden.
  • Das «Session Initiation Protocol» regelt im Hintergrund – bevor das Freizeichen ertönt – den Verbindungsaufbau zwischen zwei Endgeräten oder der Telefoniesoftware zweier Gesprächsteilnehmer. Kunden wählen wie gewohnt eine Telefonnummer.
  • Dabei handelt es sich um eine technische Regelung für den kontinuierlichen Transport von Audio- und Videodaten. Es garantiert, dass die Stimme beim Telefonieren störungsfrei und in guter Qualität übertragen wird.
  • Das klassische Telefonnetz, das innerhalb der Schweiz Ende 2017 abgeschaltet wird. Am Beginn seiner Entwicklung war kein Gespräch mehr möglich, wenn eine Leitung zwischen zwei Telefonapparaten getrennt wurde. Später entstanden Telefonzentralen, in denen das «Fräulein vom Amt» die Verbindungen manuell durch Umstecken aufbaute. Im ausgehenden 19. Jahrhundert verbreiteten sich automatische Zentralen im Telefonnetz.
  • Bisher waren vor allem bei klassischen Telekomprovidern Telekommunikationsnetze im Einsatz, die auf dem Prinzip beruhten, eine feste Verbindung zwischen zwei Teilnehmern aufzubauen. Mit dem Next Generation Network (NGN) ändert sich das. Das NGN ist die neue einheitliche Netzwerkinfrastruktur aller Telekommunikationsanbieter in der Schweiz. Es ist das All-IP-Netzwerk. Es vereinheitlicht die gesamte Infrastruktur auf der Basis der IP-Technologie, ist paketvermittelnd und nicht mehr an eine feste Verbindung oder Leitung gebunden. Die Datenpakete suchen sich über ihre Adressinformationen selbständig den Weg durch das Netz. Sunrise nutzt diese moderne Technologie bereits seit Jahren.
  • Natürlich: Das Integrated Services Digital Network (ISDN) ist ein digitales Netz. Es arbeitet aber im Grundsatz gleich wie das klassische analoge Netz, das heisst, es muss immer eine direkte Verbindung zwischen den Gesprächsteilnehmern aufgebaut werden. Der Unterschied ist, dass die Sprachsignale digital übertragen werden. Mit dem Abschalten des klassischen Festnetzes ist ISDN ebenso passé wie die analoge Telefonie.
  • Alle von Sunrise angebotenen VoIP-Lösungen basieren auf dem Prinzip der Telefonnummern. Im Gegensatz zur klassischen Telefonie sind diese Rufnummern jedoch nicht mehr an einen physischen Standort gebunden. Sie lassen sich mit einem beliebigen internetfähigen Endgerät mit VoIP-Software nutzen. So ist man überall in der Schweiz erreichbar und kann von überall aus unter dieser Nummer Anrufe tätigen.
  • Im Prinzip ein Mikrofon, Lautsprecher oder ein Headset. Und die entsprechende Software. Und eine Telefonnummer.
  • Pro gleichzeitig geführtem Telefongespräch rechnen wir mit einer Bandbreite von 100 kbit/s Up- und Download. Das heisst, bei 500 Gesprächen, die aus demselben Netzwerk gleichzeitig nach extern geführt werden, beträgt die benötigte Bandbreite rund 5.0 Mbit/s (symmetrisch). Die Bandbreite ist für die meisten Internet-Anschlüsse somit nicht das Problem, wichtiger ist die Servicequalität, die Quality of Service. Die Voice-Datenpakete brauchen bildhaft gesprochen «Vorfahrt» im Netzwerk. Vom Anrufer bis zum Angerufenen.
  • Anders als herkömmliche Telefonanlagen (oft auch PBX genannt) bestehen Cloud-Telefonanlagen nicht aus Hardware, die vor Ort installiert wird. Die Business cloud PBX sind Server, die in den Rechenzentren von Sunrise platziert sind. Auf diesen Servern wird für Sie Ihre eigene Telefonanlage virtuell mit all Ihren Telefonnummern und Funktionen eingerichtet. Die Business cloud PBX von Sunrise besteht aus drei Teilen: der virtuellen Telefonanlage selbst mit den Rufnummern und dem Preisplan, der Anbindung des Kundenstandorts über einen Internetanschluss (wenn immer möglich mit Quality of Service) und der Integration der Business cloud PBX selbst in das Kundennetzwerk.
  • Sie müssen keine Investitionen in teure Anlagen tätigen. IP-Systeme sind skalierbar, flexibel und mit Hilfe von Software können Arbeitsabläufe beschleunigt, mehrere Kommunikationskanäle miteinander verbunden werden. Während einer Videokonferenz können Sie beispielsweise mit den Kollegen an einem Dokument arbeiten. Ihre Telefonnummer ist nicht mehr mit einem bestimmten Endgerät an einem Standort oder einem Netzwerk verbunden. Sondern mit Ihnen. Den grössten Nutzen aus einer durchgehenden IP-Kommunikation ziehen Sie nach einer Beratung durch die IP- und Geschäftsprozessspezialisten von Sunrise.
  • Räumen Sie auf mit Ihrer historisch gewachsenen Telekommunikationsinfrastruktur. Dank IP können Sie diese vereinfachen und die Kosten senken. All IP bietet zudem die Chance, Ihre Produktivität zu verbessern, etwa mit der Senkung von Leeranrufen oder der Integration von Telefonie und Videokonferenzen in Workflows. Die Spezialisten von Sunrise beraten Sie gerne.