Nur für mich: Das neue HTC U Play im Praxistest

HTC verspricht mir ein Gerät, das mich begleitet und betört. Weil es mich, meine Vorlieben und sogar mein Innenohr kennt. Ein grosses Versprechen! Aber was kann das neuste Gerät von HTC wirklich? Ein Praxistest.

HTC U Play
Die Kamera des HTC U Play schlägt die Konkurrenz bei Weitem.

Wenn HTC-User die Vorteile ihres Smartphones aufzählen, dann nennen die meisten zuerst die Kamera. Seit ich das HTC U Play benutze, weiss ich, weshalb das so ist. Beide Kameras haben 16 Megapixel und das ist ein frappanter Unterschied zur Auflösung meines iPhone 7 (12 Megapixel). Auch bei schwachem Licht ist die Qualität der Fotos erstaunlich gut. Und der Make-up-Filter in der Selfiecam ist eine Spielerei, auf die ich nie mehr verzichten will. Er ebnet die Haut, entfernt Augenringe und verleiht dem Gesicht einen feinen Glow – und zwar so perfekt dosiert, dass ich für einen Moment das Gefühl habe, das Gerät flüstere mir zu: «It's all about U!»

Neue Oberfläche: Flüssig oder Fingerabdruck?

Ein grosses Thema in der Werbung für das neuste Gerät von HTC ist das spezielle Design. Der taiwanesische Hersteller verspricht: «Das HTC U Play verfügt über eine neue, wundervoll flüssig anmutende Oberfläche, die das Beste von Dir widerspiegelt.» Das Beste von mir? Im Praxistest sind das meine Fingerabdrücke auf der schwarzen Oberfläche und ein leicht verzogenes Gesicht, das sich auf der Oberfläche spiegelt. Farbnuancen, die durch die verschiedenen Schichten aus gefärbtem Glas entstehen sollen, sehe ich kaum. Gut möglich, dass sich diese bei einem Modell in Weiss, Blau oder Pink besser entfalten. Nichtsdestotrotz: Die Oberfläche mit den abgerundeten Ecken liegt angenehm in der Hand und fühlt sich hochwertig an.

Das HTC «U Play» ist erst wenige Wochen alt und bereits ein Must-have.

Zum supersmarten Assistenten «HTC Sense Companion» kann ich mir noch keine Meinung bilden – er entfaltet seine volle Intelligenz erst nach einer gewissen Kennenlernphase, in der er die Vorlieben des Nutzers speichert. So soll er mich künftig vor einem langen Flug ans Laden des Handys und an eine warme Jacke erinnern, sollte es am Zielort kalt sein. Die Stimmenerkennung, mit der man das Handy entsperren und bedienen kann, funktioniert superschnell – so wie alle Funktionen auf dem HTC U Play.

Grosses Display und fetter Sound

Obwohl das Gerät nur minim grösser ist als das aktuelle iPhone, scheint das Display im Vergleich riesig. Der Rand des HTC U Play ist ultradünn. Für kleine Frauenhände ist der grosse Bildschirm aber nicht nur praktisch – Funktionen oben links auf dem Display kann ich einhändig nicht erreichen.

Auffallend sind die beigelegten Kopfhörer. Die sollen den Sound auf mein Innenohr angepasst optimieren, indem sie meinen Gehörgang mit einem Schallimpuls ausmessen. Ob das tatsächlich geschieht, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist aber: Die Kopfhörer liegen angenehm im Ohr und der Sound ist richtig gut. Man hört Feinheiten, die auf anderen Smartphones verloren gehen. Das macht Spass!

Mindestens so überzeugend wie alle diese Punkte ist der Preis: Das HTC U Play gibt es bei Sunrise bereits für 445.– Franken. Ein gutes Mittelklasse-Smartphone mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis.