So schlägt sich das Galaxy S9 im Test

Die ersten Praxistests zeigen: Das Galaxy S9 wird die Welt der Smartphones nicht revolutionieren, aber es wird sie ein kleines bisschen besser machen. Im Fokus: die grandiose Kamera.

iPhone 8

Insider und Fans hatten es prophezeit: Vergleicht man das Galaxy S9 mit seinem erfolgreichen Vorgänger, dem Galaxy S8, sind auf den ersten Blick kaum Veränderungen erkennbar. Das Design mit abgerundetem Display ist grossartig und darf so bleiben, finden die Blogger von Techradar.

«Gut, dass sich Samsung vor allem darauf konzentriert, das S9 schneller, robuster und praktischer zu machen.»

Die neue Kamera im Samsung Galaxy S9 löst weltweit Begeisterung aus. Laut Techradar gab es auf dem Smartphone-Markt bis anhin nichts Vergleichbares. Grossartig sei das stark reduzierte Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen. Androidpit beschreibt es wie folgt:

«Wenn man das, was die Augen nachts sehen, mit Nachtaufnahmen des S9 vergleicht, realisiert man erst, was diese Kamera kann.»

Der Grund für diese signifikante Verbesserung steckt in der Linse: Erstmals enthält eine Smartphone-Kamera eine variable Blende, die sich der Beleuchtung anpasst. Das kannte man bis anhin nur von herkömmlichen Kameras.

Alle Fotos haben diesen speziellen Samsung-Look.

- Louis Ortega, androidpit.com

Für Brian X. Chen von der New York Times ist die Kamera DAS Argument, um sich das neue Samsung zu leisten. Auch Androidpit will keine andere Smartphone-Kamera mehr benutzen:

«Alle Fotos haben diesen speziellen, warmen und gesättigten Samsung-Look, der kleine Unebenheiten glättet.»

Auf der Kamera basieren weitere Neuentwicklungen wie die AR-Emojis und der «Intelligent Scan». Diese Gesichtserkennung ist Samsungs Antwort auf die Face-ID von Apple. Bei schwachem Licht weicht das Galaxy S9 automatisch auf den sichereren Iris-Scanner aus. Dan Seifert von The Verge ist noch nicht glücklich mit dieser Lösung:

«Die Gesichtserkennung ist langsam und das Gerät blinkt nervig, wenn es den Iris-Scanner aktiviert.»

Was Samsung im Gegenzug hoch angerechnet wird, ist die Neupositionierung des Fingerabdruck-Scanners – der herkömmlichen Methode, um ein Samsung Galaxy zu entsperren. Er liegt jetzt nicht mehr direkt neben der Kameralinse, sondern weiter unten.

Am meisten Spass hat die Blogger-Community mit den Augmented-Reality-Emojis. Die Kamera scannt das Gesicht des Besitzers und kreiert daraus einen virtuellen Charakter sowie passende GIFs. Die Umsetzung habe aber noch Luft nach oben – The Verge beispielsweise findet die Figuren eher gruselig. Die New York Times erklärt, weshalb die AR-Emojis Unbehagen auslösen können:

«Dieses Phänomen nennt man Uncanny-Valley-Effekt: Es tritt auf, wenn eine Figur wie das AR-Emoji künstlich aussieht, aber trotzdem starke Ähnlichkeit mit einer realen Person hat.»

Nach den ersten Testtagen mit dem neuen Galaxy S9 kommen die meisten Tech-Blogger zu einem einheitlichen Fazit. Bei The Verge klingt das so:

«Das Design, die Leistung und die Kameras des Galaxy S9 sind wie erwartet so gut, dass es an der Spitze der besten Smartphones 2018 bleiben wird.»