So will 5G die Probleme der Zukunft lösen

Mit 2G wurden die Handys handlich, mit 3G verbreitete sich das mobile Surfen, und dank 4G können wir heute auf dem Smartphone ruckelfrei Videos schauen. Genau wie diese Standards wird auch 5G viele Jahre im Voraus geplant – das heisst, es muss Probleme lösen, die heute noch gar nicht existieren. Zum Beispiel diese drei:

Echtzeit-Infos auf die Netzhaut Tech Handys Netzwerk
Alle Infos auf einen Blick

1. Augmented Reality: Echtzeit-Infos auf die Netzhaut

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Spazieren in der Zukunft. Augmented Reality soweit das Auge reicht

Ob vollständige virtuelle Realität bis zum geplanten Start von 5G im Jahr 2020 bereit sein wird, steht noch nicht mal in den Sternen. Aber von einer teilweise virtuellen Realität, zum Beispiel Echtzeit-Infos über eine Kontaktlinse, könnten wir bestimmt profitieren.

Beide Technologien kämpfen mit dem gleichen Problem: der verwirrenden Verzögerung zwischen den schnellen Augenbewegungen und der nicht ganz so schnellen Datenlieferung. Mit nur einer Millisekunde «Latenzzeit», also Wartezeit, will 5G dieses Problem aus der Welt schaffen.

2. Notfall-Operationen gleich am Unfallort

Erste Hilfe Drohne

Auch im Jahr 2020 wird es nicht möglich sein, in jedem Krankenauto einen Chirurgen mitfahren zu lassen. Mit Datengeschwindigkeiten bis 1 Gbit/s kein Problem: Der Chirurg bleibt im Spital und operiert wenn nötig noch am Unfallort via Roboter.

Die zugehörige Technologie könnte auch anderen zugutekommen. Zum Beispiel einem Bauarbeiter in einer sibirischen Mine, der sein Gerät aus einem beheizten Einsatzzentrum steuern kann. Auch Feuerwehrleute dürften sich über jeden Meter Abstand zu einem Brandherd freuen und für gewisse Aufgaben einen Kameraden aus Metall vorschicken.

3. Ein völlig automatisiertes Verkehrsnetz

Wenn sich selbstfahrende Autos durchsetzen, kommt eine grosse Belastung auf die Mobilnetze der Welt zu. Denn im Idealfall stehen diese Fahrzeuge in permanentem Kontakt zueinander. Für die Sicherheit im Strassenverkehr verlangen sie vom Mobilnetz sowohl eine niedrige Latenzzeit als auch enorme Geschwindigkeiten.

Andererseits sind auch die Möglichkeiten enorm: Intelligente Algorithmen könnten Stau verhindern. Und in Kombination mit Carsharing müssen wir dereinst vielleicht nie mehr einen Parkplatz suchen – einfach aussteigen und das Auto findet selbständig den nächsten Fahrgast.

Und bis dahin: Sunrise baut LTE-Advanced aus

Der LTE/4G Mobilfunkstandard bietet Geschwindigkeiten von bis zu 150 Mbit/s. Bis Ende 2015 plant Sunrise eine Abdeckung mit LTE/4G von 95 Prozent. Gleichzeitig treibt Sunrise den Ausbau der nächsten Mobilfunktechnologie LTE-Advanced (LTE-A/4G+) voran. LTE-A erlaubt Downloadraten von bis zu 225 Mbit/s und wird zunächst in den grösseren Städten zur Verfügung stehen.