Film ab: In fünf Filmen rund um die Welt

Der Mars liegt an der Stadtgrenze von Budapest. Genauso wie Washington. In der ungarischen Hauptstadt sind Dreharbeiten so günstig, dass sich halb Hollywood dort trifft. «The Martian» und die Komödie «Spy» wurden zu grossen Teilen dort gedreht. Aber am besten vergessen Sie das gleich wieder und begeben sich per Digital TV auf eine wunderbare Weltreise. Fliegen Sie mit Nicole Kidman in den Nahen Osten und mit Jean Reno nach Frankreich. Landen Sie mit Matt Damon auf dem Mars und mit Melissa McCarthy in Washington. Nur um dieses einsame Haus in der amerikanischen Pampa, um das würden wir an Ihrer Stelle einen Bogen machen. Sonst kann es sein, dass Sie den Rest des Fernsehprogramms nicht mehr erleben werden.

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The Martian

Einsamer Eroberer: «The Martian»

Ende Februar wird sich zeigen, ob Matt Damon als Marsianer die Oscar Academy von sich überzeugen konnte. Es wäre sein zweiter Oscar, den ersten hat er 1998 mit Ben Affleck für das Originaldrehbuch von «Good Will Hunting» gewonnen. Im Überlebensthriller «The Martian» wird Matt Damon alias Mark Watney nach einem Zwischenfall auf dem roten Planeten zurückgelassen. Um die Verzweiflung des Astronauten greifbar zu machen, hat Regisseur Ridley Scott eine Marslandschaft nachbauen lassen – im grössten Studio der Welt in Budapest.

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Trailer: The Martian

Beeindruckende Britin: «Queen of the Desert»

Sie galt zu Lebzeiten als mächtigste Frau der Welt: Gertrude Bell. Die britische Archäologin, Spionin und Schriftstellerin hat auf ihren Reisen durchs Osmanische Reich die Geschichte beeinflusst. Eine Rolle, die Nicole Kidman auf den superschlanken Leib geschneidert wurde. Die Australierin spielt liebend gern die Biografien mächtiger Frauen: 2002 war sie als Schriftstellerin Virginia Woolf zu sehen, später als Ehefrau von Ernest Hemingway, und 2014 spielte sie Fürstin Gracia Patricia von Monaco. In «Queen of the Desert» erobert sie als Gertrude Bell kurz nach dem Ersten Weltkrieg den Nahen Osten.

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Trailer: Queen of the Desert

Französischer Filmstar: «Antigang»

Jean Reno – ein französischer Name für einen französischen Filmstar. Nicht wirklich! Der Mann heisst eigentlich Juan Moreno y Herrera Jiménez und ist Marokkaner. Die französische Staatsbürgerschaft erschlich er sich, indem er in die französische Armee eintrat. Jahre später lernte Jean Reno in Paris den Regisseur Luc Besson kennen. Der Rest ist Filmgeschichte. Mit seinem Charakterkopf hat Reno Filmen wie «Im Rausch der Tiefe», «Leon – Der Profi» oder «The Da Vinci Code» zum Erfolg verholfen. Im Actionfilm «Antigang» spielt Jean Reno seine Paraderolle: einen Polizisten, der sich einen Dreck um Regeln und Konventionen schert.

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Trailer: Antigang

Gruselige Grosseltern: «The Visit»

M. Night Shyamalan hat uns vor 16 Jahren das Fürchten gelehrt. Mit nur 16 Millionen Dollar, einer übersinnlichen Geistergeschichte und Bruce Willis drehte er «The Sixth Sense». Der Film wurde zum Überraschungshit und spielte über 600 Millionen Dollar ein. Aber der gebürtige Inder war dem Erfolgsdruck nicht gewachsen. Seine nächsten Filme, darunter «The Happening» oder «After Earth», floppten allesamt. Nach einer Kreativpause meldet sich Shyamalan mit dem Horrorfilm «The Visit» zurück. Die Kritiker sind sich einig: Dieses Comeback ist definitiv gelungen.

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Trailer: The Visit

Witzige Wuchtbrumme: «Spy: Susan Cooper Undercover»

Ihren Durchbruch feierte Melissa McCarthy ausgerechnet als Brautjungfer. Die laute, übergewichtige und schamlose Mittvierzigerin war dabei so umwerfend komisch, dass sie für diese Nebenrolle in «Brautalarm» eine Oscar-Nominierung erhielt. Zuvor war sie vor allem Serienjunkies ein Begriff: McCarthy spielte die Hauptrolle in «Mike & Molly» und war als Köchin Sookie in «Gilmore Girls» zu sehen. Die Komödie «Spy: Susan Cooper Undercover» hat vor allem ein Ziel: Melissa McCarthy als lustigste CIA-Analystin der Filmgeschichte zu zelebrieren.

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Trailer: Spy