Das 5G-Rennen ist lanciert

Mit dem 5G-Netz können bald schon riesige Datenmengen ultraschnell transportiert werden. Der Countdown läuft: In welchem Land kann die Bevölkerung zuerst mit 5G surfen?

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Asien und die USA liefern sich in diesem Wettkampf ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Auf beiden Kontinenten sollen Konsumenten bereits 2019 im 5G-Netz surfen können. In den USA konzentriert sich der Anbieter Verizon vorerst auf Testbetriebe in Grossstädten wie Austin oder Indianapolis. Bereits Anfang 2019 sollen New York und Chicago Zugang zum 5G-Netz erhalten. Wenn der reguläre Betrieb aufgenommen wird, werden in den USA rund 30 Millionen Haushalte mit 5G surfen. 

Südkorea: Olympische Spiele waren Testphase

Noch weiter als die USA sind Südkorea und China. Die Chinesen haben 400 Milliarden Dollar in einen Fünfjahresplan investiert und zehnmal mehr 5G-fähige Antennen aufgestellt als die USA. Südkorea hat das 5G-Netz im vergangenen Februar während der Olympischen Spiele in Pjöngjang ausgiebig getestet. 

Die Anzahl der 5G-Antennen wird in der Schweiz in den kommenden fünf Jahren enorm zunehmen, und 5G wird sich verspäten, wenn die Vorschriften zum Mobilfunk (Grenzwerte) nicht korrigiert werden.

In der Schweiz sind die Mobilfunk-Grenzwerte ein Hindernis

Sunrise hat als erster Schweizer Anbieter im vergangenen Juni eine 5G-Antenne in Betrieb genommen. Ab 2020 sollen mit «5G for people» in einer ersten Phase vor allem KMUs und Haushalte in ländlicheren Gebieten mit dem Supernetz versorgt werden. Die 5G-Entwicklung in den Städten wird sich wegen den besonders strengen Schweizer Mobilfunk-Grenzwerten etwas schwieriger gestalten: 90% der Mobilfunkanlagen in den Städten können nicht mehr ausgebaut werden.

Der Zeitplan in Deutschland präsentiert sich etwas optimistischer – hier dürfen Mobilfunkantennen 10fach stärker senden als in der Schweiz: Die Telekom verspricht, dass ihr Netz bereit ist, wenn die ersten 5G-fähigen Smartphones auf den Markt kommen.

5G ist die Schlüsseltechnik für das «Internet der Dinge» – für autonomes Fahren beispielsweise oder smarte Industrieroboter. Im Jahr 2020 sollen weltweit bereits 200 Milliarden elektrische Geräte, Apparaturen oder Sensoren miteinander in Kontakt stehen. Für diese gigantische Datenübertragung braucht die Welt das neue Supernetz 5G.