Wie Smart Cities unser Leben verändern werden

Weltweit werden Städte immer smarter, weil Infrastrukturen wie Gebäude oder Strassen mitdenken. Das macht den Alltag für die Bevölkerung effizienter, umweltschonender und einfacher.

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Smart Cities stecken momentan noch in den Kinderschuhen. Die ersten Schritte sind gemacht, aber der grosse Sprung steht noch bevor. In ein bis zwei Jahren werden mit dem superschnellen und leistungsfähigen 5G-Netz Vernetzungen möglich sein, von denen wir heute nur träumen können.

Selbstbedienung für Elektroautos von Carsharing-Anbietern, smartes Energiemanagement für Gebäude, ressourcenschonende Versorgungsketten: Das «Internet der Dinge» wird das Leben noch viel stärker digitalisieren. 

Clevere Gebäude sparen viel Energie

Smart Buildings sind ein wichtiger Bestandteil in den Städten der Zukunft. Bereits heute gibt es Gebäude, deren gesamte Haustechnik – von der Klimaanlage bis zum Sicherheitssystem – vernetzt ist und von mobilen Endgeräten gesteuert werden kann. 

Diese Faktoren machen eine Stadt smarter.

Auch das Stromnetz wird immer intelligenter. Wenn Privatpersonen und Unternehmen mit Solaranlagen eigenen Strom produzieren, übernimmt ein Smart Grid die Überwachung des Stromflusses und speist überschüssige Energie ins öffentliche Netz ein. 

Schlaue Strassen steuern den Verkehr

Mit 5G wird es möglich sein, dass Autos, Fahrer, Ampeln und sogar Parkhäuser in Echtzeit miteinander kommunizieren. So soll es viel weniger Staus geben und das Parkplatzsuchen fällt komplett weg. Autofahren wird so viel effizienter und umweltschonender.

Intelligente Ampeln lotsen den Verkehr, die Strassenbeleuchtung spart Energie, indem sie ihre Helligkeit der aktuellen Lichtsituation anpasst. Die Strassenlampe der Zukunft schaltet einfach auf einen stromsparenden Stand-by-Modus um, wenn kein Auto oder Fussgänger in der Nähe ist. 

Was Schweizer Städte bereits können

«Smart» nennen sich viele Schweizer Städte. Einige haben diese Bezeichnung auch tatsächlich verdient. Vielerorts befinden sich digitale Lösungen in Testphasen. St. Gallen beispielsweise testet seit ein paar Monaten ein Smart Parking für Parkplätze im Freien. Sensoren melden einer App, ob der Parkplatz frei ist. Das einzige Problem: Wenn es schneit, sind die Informationen noch zu ungenau.   

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Die Möglichkeiten der 5G-Technologie im Video erklärt (auf Englisch).

Die Vorreiter rund um den Globus

Andernorts stellt sich die Frage nach einem Parkplatz gar nicht. Schon heute sind fahrerlose Minibusse unterwegs – an Smart Cities wird überall auf der Welt gebaut. Zu den Vorreitern gehören Städte wie Seoul, Wien und Amsterdam. New York hat in besonders vielen Bereichen die Nase vorn und wurde 2017 zur «Smartest City» gekürt. Die Stadt veranstaltet beispielsweise jährlich einen Wettbewerb für App-Entwickler, mit der Aufgabe, die offenen Datenbestände der Stadt bestmöglich zu nutzen.

Zudem will New York mit Hilfe von WiFi-Hotspots und Public Screens die digitale Kluft in der Bevölkerung so gering wie möglich halten. Denn nur wenn alle gemeinsam am selben Strick ziehen, kann eine City richtig smart werden.