Gesundheits- und Umweltschutz sind gewährleistet

Ein Überblick der Erkenntnisse zur Strahlung von Basisstationen.

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Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets und dessen mobiler Nutzung wächst auch das zu verarbeitende Datenvolumen beständig an. Telefonieren gehört schon länger nicht mehr zu den wichtigsten Nutzungsarten von Mobiltelefonen. Soziale Medien, Video und TV oder das Arbeiten von unterwegs sind gang und gäbe. Derzeit verdoppelt sich aus diesem Grund der mobile Datenverkehr alle 12 bis 17 Monate.

Technologische Errungenschaften wie die Cloud oder das Internet of Things werden dieser Entwicklung weiteren Auftrieb geben. Um künftigen Engpässen vorzubeugen und die Qualität des Datenverkehrs auch zu Spitzenzeiten sicherstellen zu können, ist der Ausbau des bestehenden Mobilfunknetzes unumgänglich.

Ausgebaut werden kann die Kapazität des Mobilfunknetzes zum einen durch den Bau neuer Antennenanlagen, zum anderen durch die Erweiterung bestehender Standorte mit zusätzlichen Trägerfrequenzen und neuen Technologien.

So schreibt die Eidgenössische Kommunikationskommission ComCom beispielsweise, dass sich Kapazitätsengpässe in den heutigen 4G-Mobilfunknetzen mit der Einführung von 5G beheben lassen. Die ComCom ist zudem überzeugt, dass die rechtzeitige Einführung von 5G für die Digitalisierung und Innovation in der Schweiz von hoher Bedeutung ist.

Keine gesundheitsschädigenden Wirkungen

Mobilfunkverbindungen werden über elektromagnetische Felder hergestellt. Diese nichtionisierende Strahlung beunruhigt einzelne Vertreter von Umweltorganisationen, da sie potenziell gesundheitsschädigende Auswirkungen befürchten.

Fakt ist allerdings, dass elektromagnetische Felder zu den besterforschten Themen gehören und die Forschung bislang keine gesundheitsschädigenden Wirkungen nachgewiesen hat. Der Bericht des Bundesrates „Zukunftstaugliche Mobilfunknetze“ vom 25. Februar 2015 hält fest: „Der einzige für den Menschen schädliche Effekt von hochfrequenter Strahlung, der wissenschaftlich zweifelsfrei nachgewiesen ist, ist die Erwärmung des Körpergewebes infolge der Absorption der Strahlung.“

Und Gregor Dürrenberger, Geschäftsleiter der Forschungsstiftung Strom und Mobilkommunikation, beruhigt ebenfalls: „Die Strahlung von Basisstationen ist schwach. Wenn wir unser Mobiltelefon gebrauchen, sind wir viel stärkeren Feldern ausgesetzt.“

Schutz durch rechtliche Grenzwerte

Um die Bevölkerung vor eben diesem Effekt zu schützen, hat der Bundesrat die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) erlassen. In dieser sind Grenzwerte definiert, welche die gesamte Umwelt vor allen wissenschaftlich bekannten Gesundheitsauswirkungen schützen.

Die sogenannten Anlagegrenzwerte legen fest, wie viel Strahlung an einem Ort maximal gemessen werden darf. Diese Grenzwerte sind in der Schweiz zehn Mal strenger als im europäischen Ausland und müssen überall eingehalten werden, wo sich Menschen über längere Zeit aufhalten könnten – also in Wohnungen, Schulen, Büros, Spitälern usw.

Mit der Einführung von 5G wird die Hintergrundstrahlung insgesamt etwas ansteigen. Dies nicht etwa, weil die Strahlung von 5G stärker wäre als jene von 4G, sondern schlicht weil 5G zu den bereits bestehenden Technologien dazu kommt. Die Hintergrundstrahlung wird aber weiterhin auf sehr tiefem Niveau bleiben, wie Gregor Dürrenberger weiss.

Auch wenn wissenschaftlich nicht alles restlos geklärt ist: Gemäss der Weltgesundheitsbehörde WHO, der internationalen Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) bieten die bestehenden Grenzwerte und Richtlinien ausreichenden Schutz für Mensch, Tier und Umwelt.

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