Was macht eigentlich eine Mediamatikerin?

Für viele Kunden ist die Webseite der erste Eindruck einer Firma. Damit diese etwas hermacht, gibt es den Lehrberuf Mediamatiker. Unsere Lernende Jill Dallmaier hat Janina Stettler interviewt, die ihre Mediamatiker-Lehre vor zwei Jahren begann. 

Janina Stettler ist Mediamatikerin im 2. Lehrjahr.
Janina Stettler ist Mediamatikerin im 2. Lehrjahr.

Was sind die wichtigsten Eigenschaften eines Mediamatikers?
Man muss unbedingt kreativ sein. Man sollte ein wenig technisches Verständnis haben, da man auch Webseiten programmieren muss. Ausserdem muss man offen für Kritik sein – weil es ein Job ist, bei dem es nicht nur darum geht, was dir gefällt, sondern auch, was der Vorstellung der anderen entspricht.

Wieso hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Meine Mutter zeigte mir den Beruf. Ich glaube, es war ein YouTube-Video. Ich dachte: Der Job beinhaltet alles, was ich gerne mache. Man fotografiert, filmt, bearbeitet Bilder und schneidet Videos. Hinzu kommt, dass man immer noch zeichnen kann.

Was sind deine täglichen Aufgaben?
Meine häufigsten Aufgaben sind das Erstellen von Bildern und Videos, die ich bearbeite und später selber auf der Website einfügen kann. Teilweise bearbeite ich auch die Texte für die Website. Die Pflege der Sunrise Young Talents Seite gehört auch dazu.

Was fandst du am schwierigsten zum Lernen?
Mit was ich ein bisschen Mühe hatte – und immer noch habe – ist, Schule und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Sich nach dem Arbeiten noch einmal hinzusetzen, um zu lernen, wenn man sich daheim doch eigentlich vom Arbeitstag ausruhen möchte.

Was war dein speziellster Auftrag bisher?
Einmal hatte ich einen richtig grossen Auftrag. An dem arbeitete ich ungefähr sechs bis sieben Wochen. Die Aufgabe war es, für einen sehr grossen internen Event ein Video zu erstellen, das ungefähr eine Viertelstunde lang war. Im Jahr zuvor hatte für den gleichen Anlass eine professionelle Agentur dieses Video gemacht. Entsprechend hoch waren die Erwartungen an mich.

Und wie hast du das gemeistert?
Ich musste sehr viel filmen, respektive für unsere Mitarbeiter Interviews vorbereiten, diese führen und selber aufnehmen. Dabei lernte ich viele Menschen kennen und konnte meine Fähigkeiten beim Videoschnitt ausbauen. Es war eine sehr spannende Erfahrung und es hat mir riesigen Spass gemacht. Ausserdem bekam ich am Schluss ein sehr gutes Feedback, was mich natürlich sehr freute.

Was gefällt dir am meisten und was am wenigsten an deinem Beruf?
Am besten gefällt mir die Kreativität. Es ist brillant, dass man jeden Tag seinen Ideen freien Lauf lassen kann. Es ist aber auch ein Nachteil, dass man jeden Tag kreativ sein muss. Es gibt Tage, an denen du auf ein weisses Blatt oder einen Bildschirm schaust und keine einzige Idee hast. Das ist eine ziemliche Herausforderung.

Was ist dein Tipp für anstrebende Mediamatiker?
Mein Tipp an Mediamatiker, die sich bewerben: Seid offen, scheut euch nicht. Es ist ausserdem von Vorteil, wenn ihr schon Erfahrung mit einem Bearbeitungsprogramm habt oder euch darüber informiert. Als Letztes empfehle ich euch, eine kreative Bewerbung zu gestalten!