Film ab: Oh Du Filmische!

Natürlich können Sie sich zum 29. Mal «Drei Nüsse für Aschenbrödel» anschauen. «Kevin allein zu Haus» läuft bestimmt auch irgendwo im TV-Programm. Und «Love actually» ist sogar nach 12 Jahren noch für einen Seufzer gut. Aber vielleicht haben Sie diese Weihnachten Lust auf etwas Neues? Auf Comedy à la Woody Allen, auf den Teufel in Person oder auf das heisseste Sixpack Hollywoods? Wir wünschen viel Vergnügen und filmische Weihnachten.

Mission: Impossible – Rogue Nation

Knallharter Kerl: «Mission: Impossible – Rogue Nation»

Es ist der Albtraum eines jeden Regisseurs: Ein teurer Hauptdarsteller, der seine Stunts selbst drehen will. Denn wenn er ausfällt, steht die Produktion still. Tom Cruise ist das egal. Er ist schliesslich Ethan Hunt und der kann (fast) alles. Für den fünften Teil der «Mission: Impossible»-Filme drehte Cruise alle Fahrstunts selbst. Richtig anspruchsvoll war jedoch die Szene, in der er aussen an einem fliegenden Airbus hing. Tom Cruise war mit Seilen gesichert und krallte sich aussen an die Flugzeugtür, während die Maschine mit 250 km/h auf 1500 Meter stieg. Seine Augen waren mit speziellen Kontaktlinsen geschützt. Ganze sieben Minuten dauerte ein solcher Take; acht waren nötig, bis die Szene im Kasten war.

Heisser Typ: «Magic Mike XXL»

Für diese Rolle trainierte Channing Tatum monatelang drei Stunden täglich. Er ass weder Kohlenhydrate noch Milchprodukte, damit sein Körperfettanteil auf 10 % sank. Verständlich, dass er das Ende der Dreharbeiten herbeisehnte. Denn die Zeit zwischen seinen Filmen nennt er seine «fetten und glücklichen Phasen». Aber bevor er sich wieder gehen lässt, dürfen ihn seine Fans nochmals als Stripper erleben. «Magic Mike XXL» ist die Fortsetzung des Überraschungserfolgs «Magic Mike». Eine autobiografische Geschichte übrigens, denn Channing Tatum hat vor seiner Filmkarriere tatsächlich gestrippt.

Backstage am Broadway: «She’s Funny That Way»

Regisseur Peter Bogdanovich drehte Filme, die zu Hollywood-Klassikern wurden: «Die letzte Vorstellung» zum Beispiel oder «Paper Moon». Das ist mittlerweile 40 Jahre her. Mit der Komödie «She’s Funny That Way» wagt sich der 76-Jährige an ein für ihn eher ungewohntes Genre. Wer denkt, dass sich Owen Wilson und Jennifer Aniston nach «Marley and Me» hier zu einer weiteren romantischen Komödie treffen, der irrt sich. Der Film über die Backstage-Welt am Broadway gilt als bester Woody-Allen-Film, mit dem der Stadtneurotiker gar nichts zu tun hatte.

Teufel, komm raus: «Horns»

Es gibt Rollen, die man ein Leben lang mit sich herumträgt. Harry Potter ist so eine. Daniel Radcliffes Eltern wollten den damals Zehnjährigen gar nicht zum Casting gehen lassen, weil er sich bei einer Zusage verpflichten musste, in den folgenden zehn Jahren alle Potter-Bücher zu verfilmen. Doch Daniel ging, und wurde zum bestbezahlten Kinderstar aller Zeiten. Seit vier Jahren ist der mittlerweile 26-Jährige den Harry Potter definitiv los und dabei, sich in Hollywood neu zu erfinden. Besonders gerne in spannenden und düsteren Filmen wie dem Horror-Drama «Horns», in dem er zum Teufel mutiert.

Fleissige Freunde: «Santa’s Little Helper»

Er ist dick, unrasiert und trägt immer dieselben Klamotten: Santa Claus darf sich wirklich alles erlauben. Schliesslich ist er nicht nur die personifizierte Grosszügigkeit, sondern auch ein beliebter Filmcharakter. Tim Allen hat ihn in der «Santa Claus»-Trilogie verkörpert und Richard Attenborough in «Das Wunder von Manhattan». In «Santa’s Little Helper» braucht der gutmütige alte Mann dringend irdische Hilfe, unter anderem von «90210»-Star Anna-Lynne McCord.