Jodel – Der kleine Spass für zwischendurch

Der Zug hat Verspätung? Das Tram kommt nicht? Facebook ist langweilig? Die Antwort liegt auf der Hand – oder eher: im Smartphone.

Wenn Sie dieser Tage jemanden verschmitzt in sein Smartphone grinsen sehen, dann besteht die Möglichkeit, dass dieser jemand den neusten Trend für sich entdeckt hat: Die Unterhaltungs-App „Jodel“. Wir stellen das neue App-Phänomen vor, und klären Sie auf, was ein paar ehemalige Studenten der RHTW Aachen da für eine unterhaltsame App ausgetüftelt haben.

Momentaufnahme via Smartphone

Mit der minimalistisch gehaltenen App ist es möglich, mit anderen Menschen – so genannten „Jodlern“ – zu kommunizieren und soeben Erlebtes, lange Geheimgehaltenes und andere Flüstereien auszutauschen. Alles komplett anonym, unverbindlich und – und das ist der besondere Reiz – nur mit Jodlern die sich in einem Umkreis von wenigen Kilometern befinden.

Digitale Ausgelassenheit

Aufgrund der Anonymität, die durch den Aufbau der App gewährleistet ist (es ist weder ein Profil noch ein Name erforderlich), sind die Beiträge meistens schonungslos ehrlich, direkt aus dem Leben gegriffen und nicht selten auch hart an der Schmerzgrenze des guten Geschmacks. Fragen, die man nicht einmal dem besten Freund/der besten Freundin stellen würde, werden ans Plenum gerichtet und von diesem umgehend mit Schwarmintelligenz beantwortet. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um zwischenmenschliche, profane oder scheinprofunde Fragen handelt, die Reaktion fällt in den meisten Fällen gleich aus: zynisch, direkt und unverblümt. Das mag auf den ersten Blick erschreckend klingen, kann aber, wenn man unabhängige Ratschläge sucht, erstaunlich aufschlussreich sein.

Karma, Baby

All das macht Jodel zu einem sehr amüsanten, gar komischen Zeitvertreib. Dazu kommt die Möglichkeit, die von anderen abgesetzten Jodels zu kommentieren und mit „UP“ oder „DOWN“ zu bewerten, was in einer besseren bzw. schlechteren Bewertung des Jodels resultiert. Diese Bewertung wird in Form von Karma-Punkten dem Verfasser des Jodels angerechnet. Schlecht bewertete Jodels kosten den Verfasser Karma, gut bewertete hingegen stocken es auf. Ziel ist es, durch rege Aktivität in der App möglichst viel Karma anzuhäufen.

Wie das dann in etwa ausseh kann, sehen Sie hier:

Fazit

Jodel ist nichts für Menschen von Gestern. Es ist eine App, die der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit perfekt angepasst ist. Ideal für den kurzen Zeitvertreib.