«Smart-Home» soll für alle realisierbar sein

«Smart Home» Lösungen geistern schon lange durch die Medien, konnten sich bis jetzt im Endkundenmarkt aber nur beschränkt durchsetzen. Schuld daran waren vor allem die unterschiedlichen Systeme und Anbieter und damit die Unübersichtlichkeit und Inkompatibilität des Marktes. Für die Endkunden bedeutete dies: mangelnder Komfort, hohe Preise und umständliche Installationen. Damit soll jetzt Schluss sein. Unter anderem dank einen Schweizer KMU.

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Internet of Things (IoT), Smart Home oder Modern Living – auf die eigenen vier Wände bezogen heisst das nichts anderes, als Anwendungen und Geräte zu vernetzen und – auch aus der Ferne – individuell zu bedienen. Schon heute gibt es nahezu jeden Haushaltsgegenstand in einer „smarten“, vernetzbaren Version, und die Anwendungsmöglichkeiten scheinen grenzenlos. Der Markt von Anbietern smarter Home-Lösungen boomt und wächst stetig. Durch künstliche Intelligenz und sogenannte Context Awareness werden einzelne Geräte künftig sogar in der Lage sein, Bedürfnisse zu „erahnen“, um dann richtig zu reagieren – abhängig von der Situation, in der sich der Nutzer befindet.

Skepsis der Schweizer Konsumenten

Im Gegensatz zu Nutzern in den USA oder in Großbritannien stehen Konsumenten in der Schweiz dem Thema Smart Home noch zurückhaltend gegenüber. Hauptkritikpunkt: praktisch für jedes einzelne Gerät benötigt der Konsument heute eine separate App. Aber auch die Kosten stellen in einem Land, das zu knapp 60% Prozent aus Mietenden besteht, eine erhebliche Hürde dar. Herr und Frau Schweizer überlegen es sich genau, ob und wieviel sie in eine Installation investieren wollen, die bei einem Umzug allenfalls wieder entfernt werden muss. Tatsächlich stellt die Installation vieler Smart Home-Komponenten eine recht mühselige und oft auch kostenintensive Angelegenheit dar, die oftmals nur von Fachleuten und unter erheblichem Zeit- und Kostenaufwand bewerkstelligt werden kann.

Morgens vom Bett aus schon mal die Kaffeemaschine aktivieren – noch schrecken viele Schweizerinnen und Schweizer vor Smart Home Lösungen zurück. Dabei wäre die Installation gar keine so grosse Sachen (Photo: nomos)

Smart Home Lösung, die auch ältere Geräte mit einbindet – made in Switzerland

Damit soll nun definitiv Schluss sein. Aufgrund der Überzeugung, dass sich künftig nur diejenigen Lösungen durchsetzen werden, die mit wenig Aufwand und zu einem vergleichsweise günstigen Preis realisiert werden können, hat das schweizerische Unternehmen nomos System AG eine Smart Home Lösung entwickelt, die auch nicht Smart Home-taugliche Geräte mit einbindet. Sie lässt sich zudem in bestehenden Wohnungen oder Häusern problemlos installieren und den individuell Wünschen der Nutzer anpassen. Und dies alles zu einem auch für Mieter erschwinglichen Preis.

nomos schickt sich an, den Markt für Smart Homes in der Schweiz und im Ausland zu revolutionieren. Aber was steckt hinter dem «System nomos»? Für wen ist diese Lösung interessant? Und wie ist es eigentlich dazu gekommen?

Dazu neun Fragen an den nomos-Geschäftsführer Ardian Jasari.

Wie sieht eigentlich das Geschäftsmodell von nomos aus und wie profitiert der Endkunde davon?

Nomos existiert seit knapp vierzehn Jahren. Unser Geschäftssitz ist in Zürich und wir beschäftigen aktuell 15 Mitarbeitende. Entstanden ist die Idee für unsere Smart Home Lösung dadurch, dass jeder Hersteller für seine Geräte eigene Systeme und Protokolle entwickelt hat, die untereinander nicht kompatibel waren. Für Kunden, die Komponenten unterschiedlichster Hersteller in einem Heimnetzwerk verbinden möchten, ist dies eine nahezu unüberwindbare Hürde. Wir haben uns schon früh entschieden, alle «Systemsprachen» zu verbinden und daraus eine einheitliche Sprache und letztendlich eine einheitliche Steuerung für alle Geräte zu entwickeln.

Schwer vorzustellen, dass alle grossen Anbieter von dieser Idee begeistert waren …

In der Tat hatten wir anfänglich mit grossem Widerstand seitens der Hersteller zu kämpfen. Allmählich haben aber auch die grossen Tech-Betriebe wie Apple oder Google ihre technischen Codes auch für Programmierer geöffnet. Wir haben das genutzt, und bieten nomos Smart Home heute für über 32’000 Protokolle und Produkte an, z.B. auch mit einer Sprachsteuerung über Alexa oder Siri.

Nomos dürfte sicherlich nicht der einzige Anbieter gewesen sein, der sich mit der Entwicklung einer kostengünstigen Smart-Home Applikation beschäftigt.. Wie erklärst du dir letztendlich den Erfolg als kleines Schweizer Unternehmen?

Es ist für uns eine Herzensangelegenheit, Kunden eine echte Smart Home Lösung anzubieten. Da kamen uns wohl zwei zentrale Punkte entgegen, die uns von unserer internationalen Konkurrenz unterscheiden. Erstens waren wir eines der weltweit ersten Unternehmen, das sich mit dem Thema der Vernetzung verschiedener Standards auseinandergesetzt hat. Zweitens sind wir zu klein, als das wir uns in Details verlieren konnten. Wir waren quasi  dazu gezwungen schnell und effizient die Marktreife zu erlangen.

Wieso taucht nomos just zum jetzigen Zeitpunkt auf dem Smart-Home Markt auf?

Wir haben schon vor längerer Zeit angefangen mit Unternehmen, Architekten und sogenannten Integratoren zu arbeiten. Auf diese Erfahrung konnten wir aufbauen und haben dann damit begonnen, Systeme für Endkunden, wie z.B. Mieter zu entwickeln. Entgegengekommen ist uns dabei sicherlich auch die aktuelle Entwicklung auf dem IT-Markt, die es uns erst erlaubte, eine kostengünstige und einfach zu handhabende Lösung anzubieten.

Wie funktioniert das «System nomos»?

Vereinfacht gesagt, verbinden wir die unterschiedlichsten Schnittstellen im Haushalt wie Steckdosen, Schalter, usw. mit einem Controller, der aussieht wie ein kleines Modem. Der Controller nimmt über eine App Anweisungen entgegen und gibt diese an die angeschlossenen Geräte weiter. Die Kunden können Anweisungen dabei mündlich oder schriftlich mitteilen oder auch ganze Abläufe definieren.

Bestechend einfach und logisch: Das System nomos besteht aus einem Controller, der jegliche angeschlossenen Geräte zentral steuert und der mittels App via ein Tablett oder ein Smartphone gesteuert werden kann.

Muss ich dafür zwangsläufig vor Ort sein, oder kann ich die Geräte auch von unterwegs steuern?

Nomos Smart Home kann ich von zu Hause oder von unterwegs (zum Beispiel aus dem Büro oder aus dem Urlaub) gleichermassen bedienen. Die Befehle werden via WLAN oder das Mobilenetz an den Controller übertragen. Auch die gängigen Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Google Home können so genutzt werden. Mit der nomos Lösung funktionieren ausserdem die physischen Licht-Schalter und Steckdosen in der Wohnung weiterhin ganz normal. Das heisst, auch wenn ich das Licht im Wohnzimmer am Morgen von Hand ausschalte, kann ich es Abends via App wieder in Gang setzen.

Was ist dabei der Gewinn für die Nutzerinnen und Nutzer?

Ich kann jederzeit und von überall her reagieren und beispielsweise meine Sonnenstoren aus der Ferne einfahren, wenn ein Sturm droht. Oder um ein anderes Beispiel zu nennen: Ich liege zuhause im Bett und sage «Siri» oder «Alexa» guten Morgen; nomos stellt dann sicher, dass die Rolläden hochgefahren werden, das Radio eingeschaltet wird und in der Küche die Kaffeemaschine aufwärmt. Uabhängig davon, ob die aktivierten Geräte alt oder neu, aus Europa, China oder den USA kommen. Smart Home gibt mir Sicherheit, hilft mir beim Energiesparen und steigert meinen Komfort.

Was denkst du, wie entwickelt sich der Smart-Home Markt in den nächsten Jahren?

Es gibt zwei Perspektiven. Software- und Geräteseitig werden in den nächsten Jahren sicherlich weitere smarte Geräte und Einsatzgebiete dazu kommen. Hardwareseitig werden wir wohl auch in absehbarer Zeit weiter auf Techniker angewiesen sein, welche die notwendigen Komponenten installieren. Deshalb bin ich auch froh, dass wir als Software-Anbieter frei sind in der Anbindung von Geräten der verschiedensten Generationen. Mit nomos kann der geliebte Toaster aus den 70er Jahren weiterhin genutzt werden und smart «ferngesteuert» werden. Daneben können zusätzliche Geräte der neuesten Generation problemlos eingebunden werden.

Wie gross ist letztendlich der zeitliche und finanzielle Aufwand für eine Installation von nomos Smart Home?

Die individuelle Lösung hängt selbstverständlich von den lokalen Gegebenheiten ab. Wir bieten eine sinnvolle Smart Home Lösung für zwischen 1’000 und 2’000 Franken an für eine durchschnittliche 1 ½ bis 3 ½ Zimmer Wohnung. Wir installieren die Geräte und erklären dem Kunden die Nutzung. In einem halben Tag ist die Installation abgeschlossen.

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