Partnerschaften führen zu mehr Markterfolg

Die digitale Revolution erfasst immer mehr Geschäftsbereiche und verändert rasant die Art und Weise, wie wir arbeiten, einkaufen und leben. Diesen epochalen Wandel werden nur Unternehmen überstehen, denen es gelingt, ein Netzwerk von Kooperationen aufzubauen, in das sie ihre starke Marke einbringen können.

Handshake

Vor einigen Jahren hatte der US-Amerikaner Brian Chesky zwar eine Wohnung in einem trendigen Stadtteil von San Francisco, doch die Miete konnte der junge, arbeitslose Designer kaum aufbringen. Also kam Chesky auf die Idee, ein Zimmer in seiner Wohnung an Touristen zu vermieten, um so etwas Geld dazu zu verdienen. Mit Hilfe einer selbst erstellten Webseite fand er schnell Gäste, die es sich dann für wenige Tage auf der Luftmatratze in seinem Wohnzimmer bequem machten.

Was 2008 aus der Not heraus entstand, ist heute das weltweit grösste Internetportal für die Vermietung von Privatunterkünften: Die von Chesky und zwei Geschäftspartnern gegründete Plattform Airbnb ist mit über 15 Millionen Übernachtungen pro Jahr längst zu einer ernsthaften Konkurrenz für die etablierten Hotels und Pensionen geworden. Eine Studie geht von rund 80‘000 Übernachtungen aus, die Airbnb alleine in der Stadt Zürich generiert.

Die digitale Revolution ist in vollem Gange

Der rasante Aufstieg der Buchungsplattform Airbnb ist nur eine von vielen Erfolgsgeschichten aus der digitalen Wirtschaftswelt. Das Internet und die sich daraus ergebenden neuen Möglichkeiten führen zu grundlegenden Umwälzungen der Märkte. Kaum ein Geschäftsbereich ist vor der digitalen Revolution noch sicher: Bücher (Amazon), Musik (Spotify), Film (Netflix), Taxi (Uber). Die Liste liesse sich fast beliebig erweitern.

In Konkurrenz zu den etablierten Anbietern

In der Regel ergänzen die neuen digitalen Herausforderer die Angebote der etablierten Unternehmen nicht, sondern sie treten in direkte Konkurrenz zu ihnen. Ray Wang, Gründer des amerikanischen IT-Analyseunternehmens Constellation Research mit Sitz im Silicon Valley, hat ermittelt, dass in den USA seit dem Jahr 2000 bereits die Hälfte der Fortune-500-Firmen der Digitalisierung zum Opfer gefallen sind. Wer sich nicht rechtzeitig an die neuen Marktbedingungen anpasst, gerät unter die Räder und verschwindet. Ein Beispiel: Kodak war jahrzehntelang Weltmarktführer bei Fotoapparaten und -filmen und beschäftigte einst 145‘000 Mitarbeitende. Doch nachdem das Unternehmen die Entwicklung des digitalen Fotomarkts verschlafen hatte, musste es 2012 Insolvenz beantragen.

Dabei kommt die digitale Revolution erst jetzt richtig in Fahrt. Sie wird in naher Zukunft noch zahlreiche weitere Geschäftsbereiche erfassen. So sind Apple, Google und Facebook bereits daran, mobile Bezahllösungen zu lancieren und treten damit in direkte Konkurrenz zu den etablierten Bankinstituten. Und die so genannten Fintechs bieten digitale Versicherungslösungen an und setzen damit die traditionellen Versicherungen unter Druck.

Ein wichtiger Trend: Immer mehr technische Geräte vernetzen sich. So können Autos sich selbst steuern, Roboterparks ohne menschliches Zutun arbeiten, und 3D-Drucker können Werkzeuge, Bauteile und sogar medizinische Prothesen herstellen. Diese Entwicklung bringt Branchen zusammen, die vor wenigen Jahren noch kaum Berührungspunkte hatten. So befinden sich VW und BMW heute in einem Wettlauf mit Apple und Google um die Entwicklung des ersten vollständig vernetzten Autos.

eine starke Marke schafft auch in der digitalen Welt eine starke Kundenbindung und stärkt das Vertrauen.

Markus Naef - CCO Sunrise

Neue Chancen nutzen

Hat ein Schweizer Unternehmen in diesem epochalen Umbruch überhaupt noch eine Chance? «Better being disruptive than being disrupted» sagen die Amerikaner und meinen damit eine mentale Einstellung, die sich mit der deutschen Übersetzung «Besser stören als gestört werden» nur sehr unzureichend wiedergeben lässt. Gemeint ist, dass man den stetigen, immer schneller werdenden Wandel nicht als Gefahr oder Hindernis begreift, sondern als Chance für sein eigenes Unternehmen. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass der technologische Umbruch nicht nur Gefahren, sondern auch viele Chancen für die Schweizer Unternehmen bietet. Gerade viele Schweizer KMU sind technologisch bestens gerüstet. Sie sind längst im digitalen Zeitalter angekommen und konnten durch den Einsatz digitaler Technologien bereits die Effizienz ihrer Prozesse steigern und ihr Dienstleistungsangebot verbessern. Die digitale Revolution bringt dabei drei grundlegende Entwicklungen, auf die sich die etablierten Unternehmen einstellen müssen:

1. Die Bedeutung von Online

Kunden werden es in Zukunft vermeiden, «offline» zu sein. Der Medienkonsum (inklusive Werbung) und das Kaufverhalten werden sich grösstenteils im Netz abspielen. Unternehmen, die diesen Trend nicht mitmachen, werden es sehr schwer haben.

2. Die Bedeutung der Marke

Es wird in Zukunft noch wichtiger werden, seine Marke zu pflegen und zu stärken. Denn eine starke Marke schafft auch in der digitalen Welt eine starke Kundenbindung und stärkt das Vertrauen. Zudem ermöglicht ein starker Brand, die Marke in einem gesättigten Markt in weitere Bereiche auszudehnen und neue Märkte zu erobern (brand extension).

3. Die Bedeutung von Kooperationen

Die Unternehmen müssen agil und flexibel bleiben. Sie müssen zu kurzfristigen Veränderungen bereit sein - und zusammenarbeiten. Kaum ein Unternehmen wird in der Lage sein, die grundlegenden Veränderungen der digitalen Revolution alleine zu bewältigen. Gefragt sind stattdessen Partnerschaften, die neue Möglichkeiten eröffnen und für alle Beteiligten Sinn machen.

Markus Naef ist seit 2014 Chief Commercial Officer von Business Sunrise. Über 60'000 Geschäftskunden vertrauen bereits auf die Erfahrung und Kompetenz von Business Sunrise.

Strategische Partnerschaft zwischen Sunrise und Microsoft

Bei Sunrise haben wir uns schon sehr früh mit den Chancen und Risiken auseinandergesetzt, welche die digitale Revolution für unser Unternehmen, aber auch für unsere Privat- wie Geschäftskunden bringt. Wenn Marktbereiche zusammenwachsen, die bisher unabhängig funktionierten, dann sind Kooperationen unumgänglich. Wir bei Sunrise sind schon seit geraumer Zeit dabei, ein Eco-System mit diversen Partnern aufzubauen. So sind wir beispielsweise letztes Jahr eine strategische Partnerschaft mit Microsoft eingegangen. In einem ersten Schritt ermöglicht uns diese Partnerschaft, unseren Geschäftskunden die Cloud-Lösung «OneDrive für Business» anzubieten.

«OneDrive for Business» ist eine Speicherort, an dem Arbeitsdateien synchronisiert und freigegeben werden können. Als Bestandteil von Ofice 365 unterstützt «OneDrive for Business» zudem das mobile Arbeiten. Jeder Benutzer kann das Paket auf bis zu fünf Geräten installieren. Die Dateien und die Software sind immer auf dem neuesten Stand, und sie stehen auch mehreren Nutzern zur Verfügung. Die einfache und sichere Lösung «OneDrive for Business» ermöglicht es auch kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz, die Chancen des Cloud Computings intensiv für sich zu nutzen.

Modulare Lösungen

Diese Kooperation zwischen Sunrise und Microsoft ist für beide Partner gewinnbringend. Sunrise profitiert vom Know-how des Marktführers im Bereich Cloud-Lösungen. Sunrise wiederum kann ihre starke Marke in diese Partnerschaft einbringen und gemeinsam mit Microsoft die erste Cloud-Lösung in Kombination mit einem Mobil-Abo anbieten.

Das ist genau der Weg, denn wir bei Sunrise auch in Zukunft beschreiten werden: Wir werden neue Dienstleistungen lancieren, die auf die spezifischen Bedürfnisse der kleinen und mittleren Unternehmen zugeschnitten sind. Dabei erlaubt ein modularer Ansatz den Kunden, genau die Lösung zu wählen, die exakt ihren Bedürfnissen entspricht.

Um modulare Lösungen anbieten zu können, werden wir auch in Zukunft zielgerichtete Kooperationen mit starken Partnern eingehen. Wir sind überzeugt, dass wir so unser Geschäft weiterentwickeln, die Marke Business Sunrise stärken und unseren Kunden innovative und massgeschneiderte Angebote machen können.