5 einfache Tipps für die perfekte Verbindung zuhause

Wie ärgerlich: Da leisten Sie sich ein schnelles Internet-Abo, doch beim Streaming übers WLAN ruckeln die Bilder und Downloads dauern eine Ewigkeit. Ist das Internet langsam, liegt das aber nicht unbedingt an einer Netzwerk-Panne oder an einer tiefen Geschwindigkeit der Verbindung. Oft reicht es aus, zu Hause den Empfang des WLANs zu verbessern: Die besten Tipps für die Optimierung Ihres WLAN-Empfangs zuhause.

article_leadimage_1740x740

Die Platzierung Ihres Routers 

Zu Verbindungsproblemen kann es kommen, wenn physische Gegenstände das Signal Ihres Routers blockieren. Immer häufiger werden die elektronischen Anschlüsse zentral in sogenannten Multimedia-/oder Stromkästen verwaltet, insbesondere in neueren Wohnungen. Vielfach sind diese Multimediakästen aus Metall gefertigt, was eine WLAN-Verbindung abschirmt. Ein Router sollte zentral und frei stehen, um optimal zu funktionieren. Platzieren Sie Ihren Router daher nicht hinter dem Sofa, in verschliessbaren Schränken oder ähnliches. Sie können den Router mit einem Lautsprecher vergleichen: wird dieser hinter einem Objekt oder in einem Schrank positioniert, hören Sie die Musik nicht mehr gleich gut. Wände und Säulen, , grosse Spiegel, Pflanzen sind ebenfalls hinderlich für ein gutes WLAN-Signal. Sichtkontakt zum Router dient als guter Anhaltspunkt für eine gute Verbindung. Die Positionierung in Sichtweite ist jedoch nicht immer möglich. Es gilt jedoch: je kürzer die Distanz des Routers zu den Endgeräten, desto besser die WLAN-Verbindung.

Tipp#1: Platzieren Sie Ihren Router möglichst zentral in Ihrer Wohnung. Versuchen Sie möglichst alle Hindernisse zwischen dem Router und dem Endgerät zu entfernen und wenn es geht, stellen Sie den Router in Hüfthöhe auf.

Zu viele Endgeräte

Neben baulichen gibt es aber auch elektronische Störfaktoren. So kann das WLAN-Signal auch von Wellen oder Strahlung von beispielsweise Bluetoothgeräten, Mikrowellen, Spielkonsolen oder drahtlos verbundenen Babyphones negativ beeinflusst werden. Jeder Router braucht einen Funkkanal, auf dem er senden kann. Vor allem in dicht bewohnten Nachbarschaften ist es keine Seltenheit, dass sich mehrere Geräte einen Funkkanal teilen, was die Stabilität und die Downloadgeschwindigkeit beeinflusst. Sie können zahlreiche Geräte kabellos anschliessen und mehrere Personen gleichzeitig im Netz surfen lassen. Doch vergessen Sie nicht: Jedes WLAN verfügt über eine begrenzte Übertragungskapazität. Je mehr Geräte Sie gleichzeitig anschliessen, desto weniger Bandbreite steht jedem Gerät zur Verfügung.

Tipp#2: Schalten Sie die Geräte ab, die mit Ihrem Netzwerk verbunden sind und zusätzlich Bandbreite beanspruchen.

Die WLAN-Frequenz

Die von Sunrise zur Verfügung gestellten WLAN-Router verfügen über eine 2.4Ghz- und ein 5Ghz-Frequenz. Diese Frequenzen kann man sich wie zwei Autobahnen vorstellen, die besonders im „Feierabendverkehr“, also dann, wenn die meisten Ihrer Nachbarn zu Hause sind und drahtlos im Netz surfen, genutzt werden. Je mehr Router dieselbe Frequenz verwenden, desto langsamer werde sie. Lange Zeit funkten WLAN-Router standardmässig nur auf der 2,4-GHz-Frequenz. Das Problem: Diese Frequenz nutzen auch Geräte wie Rauchmelder, Bewegungssensoren, Bluetooth-Geräte, drahtlose Boxen – und vor allem die meisten anderen Router. Normalerweise wählt Ihr Router automatisch den besten Kanal aus. Dennoch kann es vorkommen, dass Ihr Nachbar bereits auf demselben Kanal surft. Dieses sogenannte Bandsteering stellt sicher, dass eine optimale Zuweisung der Frequenzbänder und Geräte sichergestellt wird.

Tipp#3: Läuft Ihr WLAN instabil, zu langsam oder funken Ihnen die Nachbarn dazwischen, sollten Sie auf 5 GHz umsteigen. Hier eine kurze Anleitung:

Um Ihr Gerät auf 5 GHz umzuschalten, müssen Sie es mit der entsprechenden 5 GHz-SSID verbinden. Den Netzwerknamen (SSID) für 2,4 und 5 GHz und das Passwort finden Sie auf der Unterseite des Modems oder auf dem beiliegenden Aufkleber. Wenn Sie keine zwei SSIDs haben, wählt Ihr Gerät automatisch die beste Frequenz, um die beste Performance zu erhalten.

Entfernung zum WLAN Router

Ein WLAN-Signal ist nur bis zu einer bestimmten Entfernung nutzbar. Je weiter Sie sich mit Ihrem Gerät vom Router entfernen, desto schwächer wird Ihre Internetverbindung. Die Folge? Die Geschwindigkeit nimmt ab und es kommt zu Verbindungsproblemen. Grössere Wohnungen und Häuser können vielfach trotz Befolgen der obigen Regeln nicht in jedem Raum mit einer optimalen Abdeckung versorgt werden.

Tipp#4: Um die Reichweite des Signals zu verbessern, können Sie sogenannte WLAN-Repeater wie z.B. unseren Connect Pod verwenden. WLAN-Repeater bedeutet übersetzt „Wiederholer“ oder „Verstärker“. Ein WLAN-Repeater ist quasi ein Vermittler zwischen weit entfernten Geräten und dem WLAN-Router, der mit dem Internet verbunden ist.

Als positiver Nebeneffekt erweitert der Repeater die Reichweite des Netzwerks.

Kabel ist immer noch die schnellste und zuverlässigste Verbindung

Nach wie vor gilt für besonders intensive Datentransfers die schnellste Verbindung über ein geeignetes Ethernet-Kabel zu wählen. Um Giga Speeds zu erreichen, ist ein Cat 6 Kabel und die entsprechende Netzwerkkarte zu wählen, für 10 Gbit/s ein Cat 7 Kabel.

In den meisten Wohnungen werden mit dem Einbau von Multimedia-Kästen die einzelnen Räume auch mit einer Ethernet-Steckdose ausgerüstet. Damit kann der Router zwar im Multimediakasten platziert werden, das Signal wird jedoch über Ethernet-Kabel in die einzelnen Räume verteilt. Um nun aber die Daten in den jeweiligen Räumen auch drahtlos zu empfangen, muss ein sogenannter WLAN-Access Point im jeweiligen Raum installiert werden. Dieser erlaubt es anderen Geräten, sich per WLAN oder LAN in ein Netzwerk einzuloggen und etwa auf das Internet zuzugreifen. Der Access Point ist dabei per LAN-Verbindung mit dem Router verbunden.

Tipp#5: Während der Repeater das bestehende Signal verstärkt, hat der Access Point eine eigene SSID (Service Set Identifier) d.h. einen eigenen WLAN Namen und wird somit in den Einstellungen unter WLAN separat aufgeführt. Der Access Point wird an die Stromversorgung und die Netzwerkdose in dem gewünschten Raum angeschlossen, in dem ein neues WiFi-Netzwerk eingerichtet werden soll. Den Namen des neuen WiFi-Netzwerks und das Passwort finden Sie in der Regel auf der Unterseite des jeweiligen Access Points. Wenn Sie für den Acces Point denselben Namen wie für Ihr Haupt WLAN-Netzwerk verwenden möchten, können Sie ihn manuell ändern.