Die Apple Keynote – 7 Fakten zum grossen Showdown

Wenn Apple jeweils seine neusten Produkte präsentiert, sind das keine schnöden Produktevorstellungen, sondern pompös inszenierte Shows. Was macht die Apple Keynote so speziell? Sieben Antworten dazu:

Apple Keynote Tim Cook
Apple CEO Tim Cook
Copyright: Mike Deerkoski

1. Grosse Vorfreude

In den Wochen vor der Apple-Keynote vergeht kein Tag, an dem nicht neue Gerüchte zum Produkte-Launch in die Welt gesetzt werden. Die Betreiber tausender Blogs, Fan-Websites und Online-Medien sind in Aufregung und verbreiten Gerüchte rund um das neueste iPhone, die neusten Macs oder irgend ein anderes Produkt, auf dem ein angebissener Apfel abgebildet ist. Dieses Jahr durften noch mehr Apple-Jünger die Keynote live miterleben: Das Bill Graham Civic-Auditorium in San Francisco fasst bis zu 7000 Personen. An diesem Ort war Apple übrigens schon einmal: 1977 haben die zwei IT-Neulinge Steve Jobs und Steve Wozniak den Personal Computer Apple II vorgestellt.

2. Fan-Boys

Nicht nur vor den Apple Stores stehen die Leute jeweils Schlange, um die neuen Produkte zu kaufen, sondern sogar, um die Präsentation derselben sehen zu können. Weil nicht alle beim Event in Kalifornien dabei sein können, wurde die Keynote manchmal nach London, Berlin oder Paris in eine Event-Halle übertragen. Im Gedränge werden Journalisten und andere geladene Gäste urplötzlich zu Fan-Boys, die in der ersten Reihe sitzen wollen. Jubel und Applaus bei jedem der vorgestellten Produkte sind garantiert.

3. Geheimniskrämerei

Durch Gerüchte laden sich die Apple-Produkte emotional auf. Ob Mitarbeiter von Apple oder eines Zulieferers etwas ausplaudern oder die Informationen direkt von Apple durch ein «versehentliches Leak» auftauchen: Die von Apple streng gehaltenen Informationen machen erst recht neugierig. Dabei könnten die Fans gelassen abwarten, bis die Produkte offiziell vorgestellt werden. Zu kaufen gibt es sie dann ohnehin erst ein paar Wochen später.

4. Live Stream

Die Show kann neuerdings auch von Windows-10-Nutzern per Live Videostream mitverfolgt werden. Bis anhin benötigte man dafür ein Apple-Gerät oder einen VLC-Player auf dem Windows-PC. Auch tausende Online-Medien rund um die Welt berichten per Live-Ticker über den Event.

5. Stevenote

Neben den Produkten war es vor allem der Kult um den verstorbenen CEO Steve Jobs, der die Keynote zu einer fast sakralen Veranstaltung machte. Sein Nachfolger Tim Cook versucht, die spezielle Stimmung des Events beizubehalten. Die Rechnung geht immer dann auf, wenn die Erwartungen hoch sind und Apple diese noch übertreffen kann.

6. Understatement und Superlative

Äusserlich verfolgte Steve Jobs mit Jeans, Turnschuhen und dem schwarzen Rollkragenpulli einen regelrechten Understatement-Look. Doch die Sprache, in der noch heute die neusten Produkte präsentiert werden, ist voll von überschwänglichen Adjektiven und Superlativen. So wie viele Apple-Produkte litt übrigens auch der schwarze Pulli der Marke St. Croix jahrelang unter Lieferengpässen, weil viele Apple-Fans so aussehen wollten wie ihr iGod.

7. One more thing

Mit dem Ausspruch «One more thing» wurde jeweils gegen Schluss der Veranstaltung ein Produkt angekündigt, das nicht selten das Highlight des Abends war. Der Spruch ist inzwischen so berühmt, dass nun die Wortfolge «One more thing» als Marke registriert worden ist – allerdings nicht von Apple, sondern von Swatch.

Das neue iPhone 6S ist da

Mit jedem Sunrise Freedom Abo ab CHF 1.- Anzahlung

Zum iPhone 6s