Wie das iPhone die Welt verändert hat

Ein Januarmorgen vor zehn Jahren. In San Francisco betritt ein Mann im schwarzen Rollkragenpulli die Bühne. Es ist 9.41 Uhr. Was er dann tut, wird Geschichte schreiben.

Worldwide Developers Conference 2016
Das iPhone hat ganze neue Industriezweige geschaffen: Grosser Ansturm an der letztjährigen Worldwide Developers Conference.

Steve Jobs stellt der Welt das allerneuste Apple-Baby vor: Ein Mobiltelefon mit integriertem iPod und mobilem Internet, alles vereint in einem einzigen Gerät. «Wir nennen es iPhone», sagt Jobs. Noch ahnt keiner, was diese Erfindung für einen Einfluss auf unsere Gesellschaft haben wird. Zehn Jahre später ist klar: Das iPhone hat unser Leben und unsere Gewohnheiten nachhaltig verändert.

Die Zehn-Punkte-Liste: So hat das iPhone unsere Welt verändert.

1. Es erleichtert uns. Weil wir viele Gegenstände nicht mehr physisch in der Hosen- oder Handtasche herumtragen, sondern als App. Ob Uhr, Fahrplan oder Notizbuch.

2. Es macht uns zu Fotografen. Die Kamera ist immer griffbereit und kinderleicht zu bedienen. Das iPhone schenkt uns Selfies und macht Instagram zu einem Massenphänomen.

3. Wir wischen wie die Weltmeister. Zwar nur mit dem Finger auf dem Touchscreen, aber gelernt haben wir’s vom iPhone, das den Bildschirm zum Berühren gross gemacht hat.

4. Unser Wissen ist grenzenlos. Seit es das iPhone gibt, haben wir immer und überall schnellen Zugriff aufs Internet. Das hat so manches Pub-Quiz in den Ruin getrieben. 

5. Wir führen Dialoge per SMS. Früher haben wir eine Nachricht beantwortet, heute schicken wir Sätze im Sekundentakt – Threaded-Messaging sei Dank.

6. Spannende Businessideen und jede Menge neue Jobs sind entstanden. Wahrscheinlich gäbe es ohne das iPhone kaum Uber-Fahrer, AirBnB-Hosts oder App-Entwickler.

7. Der Telekommunikations-Markt wurde auf den Kopf gestellt. Vor 2007 besass man als erfolgreicher Geschäftsmann ein Blackberry oder war eingefleischter Nokia-Fan. Doch dann kam das iPhone.

8. Schlange stehen für ein Telefon wurde plötzlich normal. Bei den ersten neuen iPhones campierten die Massen tagelang vor den Apple-Stores dieser Welt.

9. Die meisten von uns haben Wörter verschickt, die wir nie verschicken wollten. Dank der Autokorrektur, die es mittlerweile auf allen Geräten gibt. Und die immer besser wird. Aber nie wirklich gut.  

10. Die Faszination hält an: 2016 war der Begriff «iPhone 7» auf Platz 3 der meistgesuchten Begriffe bei Google Europa – direkt hinter «EM 2016» und «Pokémon Go».

«Wir sind hier, um eine Delle im Universum zu hinterlassen.» Daran glaubte Steve Jobs laut seiner Autobiographie. Wie bedeutend das iPhone in kosmischen Massstäben ist, wissen wir nicht. Aber auf zumindest einem Planeten hat sein Lebenswerk mächtig Eindruck hinterlassen.