So kam es zum Clubhouse-Hype

Clubhouse – eine audiobasierte App, mit der man an spannenden Gesprächen teilnehmen oder nur zuhören kann. Wieso sind so viele von der App begeistert? Unsere Lernende Elena Weidmann hat nachgeforscht. 

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Tricks, Trends und etwas Glück - drei Gründe für den rasanten Aufstieg der Live-Podcast-App Clubhouse:

Der Trend zu Audio

Menschen wollen nicht noch mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Daher ist es  angenehm, wenn sie nebenbei etwas hören können, was ihnen gefällt. Beliebte Audio-Apps wie Spotify, Deezer oder Audible sind einfach zu bedienen und zum Teil bereits vorinstalliert. 

Gemäss diversen Studien ist es beliebt, während gewissen Phasen im Alltag Audiomedien zu hören. Zum Beispiel während der Morgen- sowie Abendroutine, aber auch vor dem Einschlafen.

Auch die Corona-Krise könnte für einen Aufschwung dieser Apps gesorgt haben. Die Massnahmen gegen das Coronavirus hat für viele Menschen zur Folge, dass sie sich eingeengt und allein fühlen. Audiomedien können ein Freiheitsgefühl vermitteln, welches für viele aktuell sehr wichtig ist.

Das Invite-Marketing

Der Hype rund um die App wurde durch Invite-Marketing gefördert. Je schwieriger es ist, etwas zu bekommen, desto grösser wird der Wunsch, dieses limitierte «Etwas» zu besitzen.

Genauso war es bei Clubhouse, denn nicht jeder kam in die App. Da die Plätze in der App begrenzt sind, brauchte es einen «Invite». Diese waren rar und nur für gut vernetzte Leute zu kriegen. 

Der Elon-Effekt

Anfang Februar 2021 tauchte der Gründer von Tesla und SpaceX, Elon Musk, erstmals auf Clubhouse auf. Er sorgte damit für so viel Aufsehen, dass die Server crashten. Nach seinem Auftritt berichteten diverse Zeitungen und Blogs über seine Teilnahme an einem Gespräch.

In den folgenden zwei Wochen stieg die Anzahl der Downloads millionenfach an. Alle wollen am nächsten Gespräch mit Elon Musk teilnehmen, welches er bereits angekündigt hat. 

Wer nun auch neugierig geworden ist, für den gibt es gute und schlechte Nachrichten: Die App gibt es immer noch nur für iPhone-Besitzer und nur mit einem Invite. Aber neu kann man sich auf der Website registrieren und die App prüft selber nach, ob man einen Bekannten auf der Plattform hat und mitmachen darf.